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26. April 2023

EUNAVFOR MED IRINI (Beschlussempfehlung)

Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses (3. Ausschuss) zu dem Antrag der Bundesregierung Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUNAVFOR MED IRINI (Drucksachen 20/6117(Dokument, öffnet ein neues Fenster) und 20/6479(Dokument, öffnet ein neues Fenster))

  • Abstimmungsergebnis
  • Debatte

Gesamtergebnis, 736 Mitglieder

  • 553 ja
  • 100 nein
  • 1 enthalten
  • 82 nicht abg.

SPD
206 Mitglieder

  • 188 ja
  • 0 nein
  • 0 enthalten
  • 18 nicht abg.

CDU/CSU
197 Mitglieder

  • 181 ja
  • 0 nein
  • 0 enthalten
  • 16 nicht abg.

B90/Grüne
118 Mitglieder

  • 106 ja
  • 1 nein
  • 0 enthalten
  • 11 nicht abg.

FDP
92 Mitglieder

  • 75 ja
  • 0 nein
  • 1 enthalten
  • 16 nicht abg.

AfD
78 Mitglieder

  • 2 ja
  • 61 nein
  • 0 enthalten
  • 15 nicht abg.

Die Linke
39 Mitglieder

  • 0 ja
  • 35 nein
  • 0 enthalten
  • 4 nicht abg.

fraktionslos
6 Mitglieder

  • 1 ja
  • 3 nein
  • 0 enthalten
  • 2 nicht abg.

1 / 50

Name

Fraktion

Bundesland

Abstimmung

Der Bundestag hat am Mittwoch, 26. April 2023, die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes im Mittelmehr beschlossen. Für einen entsprechenden Antrag der Bundesregierung zur Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführte Operation Eunavor Med Irini (20/6117(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) votierten in namentlicher Abstimmung 553 Abgeordnete. 100 Parlamentarier waren gegen die Initiative, es gab eine Einhaltung. Dazu hatten der Auswärtige Ausschuss eine Beschlussempfehlung (20/6479(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und der Haushaltsausschuss einen Bericht gemäß Paragraf 96 der Geschäftsordnung des Bundestages zur Finanzierbarkeit vorgelegt (20/6484(Dokument, öffnet ein neues Fenster)).

Antrag der Bundesregierung

Vorgesehen ist, dass sich die Bundeswehr ein weiteres Jahr an der EU-Mission beteiligt. Die von der EU wieder vorgesehene Ausbildung der libyschen Küstenwache und Marine soll aber weiterhin nicht Teil des deutschen Mandats sein. Laut Regierung zielt die Operation darauf, das Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen Libyen durchzusetzen und so dazu beizutragen, Menschenschmuggel und illegale Öl-Exporte zu unterbinden. Die Bundeswehr soll Aufgaben wie die Seeraumüberwachung und -aufklärung übernehmen und dafür wie bisher bis zu 300 Soldatinnen und Soldaten entsenden können. Die einsatzbedingten Zusatzausgaben werden auf 17 Millionen Euro beziffert. 

Die Bundesregierung betont, dass Eunavor Med Irini der einzige Akteur sei, der das Waffenembargo der Vereinten Nationen gegen Libyen auf hoher See umsetze und somit einen wichtigen Beitrag zum von den Vereinten Nationen geführten Friedensprozess und der Stabilisierung des Landes leiste. Trotz des internationalen diplomatischen Engagements gebe es fortwährend Verstöße gegen das Waffenembargo gegen Libyen durch Zufuhr von Waffen, Material und Kämpfern an die ost- und westlibyschen Akteure.

„Entwaffnung libyscher Milizen steht noch aus“

Entgegen der 2020 geschlossenen Waffenstillstandsvereinbarung befänden sich weiterhin ausländische Kämpfer, Kräfte und Söldner auf beiden Seiten im Land, heißt es in dem Antrag. „Ihr vollständiger Abzug sowie ein geregelter Prozess zur Entwaffnung und Demobilisierung der libyschen Milizen, teilweise auch ihre Überführung in reguläre Sicherheitsstrukturen, stehen noch aus.“ 

Um eine langfristige politische Stabilisierung Libyens zu ermöglichen und die Friedensperspektive des Landes zu stärken, gelte es, den Friedensprozess unter Führung der Vereinten Nationen weiterhin diplomatisch, militärisch und entwicklungspolitisch zu unterstützen. (vom/ahe/26.04.2023)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Nanni, Sara

Bündnis 90/Die Grünen

Sara Nanni

Sara Nanni

© Sara Nanni/ Anne Hufnagel

Rachel, Thomas

CDU/CSU

Thomas Rachel

Thomas Rachel

© Thomas Rachel/ Tobias Koch

Coße, Jürgen

SPD

Jürgen Coße

Jürgen Coße

© Jürgen Coße/Maximilian König

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Nolte, Jan Ralf

AfD

Jan Nolte

Jan Nolte

© Jan R. Nolte/Julian Islinger

Gründer, Nils

FDP

Nils Gründer

Nils Gründer

© Nils Gründer/ Stefan Trocha

Dagdelen, Sevim

Die Linke

Sevim Dağdelen

Sevim Dağdelen

© DBT / Inga Haar

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Otte, Henning

CDU/CSU

Henning Otte

Henning Otte

© Henning Otte/ Michael M. Mey

Leiser, Kevin

SPD

Kevin Leiser

Kevin Leiser

© Kevin Leiser

Erndl, Thomas

CDU/CSU

Thomas Erndl

Thomas Erndl

© Thomas Erndl/ Tobias Koch

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

Petra Pau

Petra Pau

© Deutscher Bundestag/Stella von Saldern

Dokumente

  • 20/6117 - Antrag: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUNAVFOR MED IRINI
    PDF | 173 KB — Status: 22.03.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/6479 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksache 20/6117 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUNAVFOR MED IRINI
    PDF | 172 KB — Status: 20.04.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/6484 - Bericht: gemäß § 96 der Geschäftsordnung zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksachen 20/6117, 20/6479 - Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der durch die Europäische Union geführten Operation EUNAVFOR MED IRINI
    PDF | 169 KB — Status: 19.04.2023
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • namentliche Abstimmung zu Beschlussempfehlung 20/6479(Dokument, öffnet ein neues Fenster) (Antrag 20/6117(Dokument, öffnet ein neues Fenster) annehmen)
  • 19:09:55: Beginn der Abstimmung
  • 19:30:14: Ende der Abstimmung
  • Gesamt: 657 Ja: 555 Nein: 101 Enthaltungen: 1
  • Beschlussempfehlung 20/6479(Dokument, öffnet ein neues Fenster) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

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Stand: 17.08.2026