Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Presse

Staatliche Zukunftsforschung der Bundesregierung

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Antwort - 23.09.2021 (hib 1033/2021)

Berlin: (hib/DES) Die Aufgabe von Foresight besteht darin, mögliche unterschiedliche Zukunftsszenarien zu entwickeln und geeignete Handlungsoptionen zu identifizieren. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (19/32447) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/32117) hervor. Dabei solle durch die entsprechenden Foresight-Methoden mittel- bis langfristig (fünf bis 30 Jahre) vorausgeschaut werden. Es sei nicht Zweck von Foresight, die Ergebnisse zu priorisieren oder zu kategorisieren, sondern „Denkräume zu öffnen“ und gesellschaftliche Diskurse anzustoßen. Daher sei es Element eines jeden Foresight-Prozesses, mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen in einen Dialog über die unterschiedlichen Zukünfte und heutigen Handlungsoptionen zu treten, beispielsweise durch Konferenzen, Bürgerdialoge, Publikationen, Experten-Workshops oder digitale Diskussionsformate.

Im Fokus des FUTUR-Prozesses des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) aus dem Jahr 2002 standen neben „wissenschaftlich-technischen Entwicklungen insbesondere die Identifikation sozioökonomischer Trends im Fokus“. Die für das Jahr 2020 entwickelten Szenarien hätten beispielsweise in vielfältiger Weise dazu beigetragen, viele Aspekte eines Lebens in einer vernetzten und digitalen Alltagswelt zu antizipieren (Szenario „Tina und ihr Butler“) oder die Einbeziehung von Kunden in die Produktentwicklung frühzeitig aufzugreifen (Szenario „Problem XY ungelöst“).