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Dänen, Friesen, deutsche Sinti und Roma, Sorben/Wenden und Plattsprecher – deine unbekannten Nachbarn?

Ein Ausstellung des Minderheitenrates der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands sowie des Bundesraats för Nedderdüütsch im Deutschen Bundestag

17. März bis 8. April 2022

Deutschland verfügt über eine Vielfalt von Kulturen, Sprachen und regionalen Identitäten. Dennoch sind Geschichte, Rolle und Selbstverständnis der autochthonen

(einheimischen) nationalen Minderheiten und der Sprechergruppe Niederdeutsch nur wenig bekannt oder gelten gar als gut gehütetes Geheimnis. Andererseits bestimmt so manches Klischee ihr Bild in der Öffentlichkeit, das mit der modernen Lebenswirklichkeit kaum etwas zu tun hat. Doch welche Geschichte(n), Sprachen und Lebenswirklichkeiten verbergen sich tatsächlich hinter dem Begriff „Minderheit“? Und inwiefern kann man deutsch, aber gleichzeitig auch Dänin, Sinto, Romni, Sorbe, Friesin oder Plattsprecher sein?

Um sich diesen Fragen zu nähern und einen zeitgemäßen Einblick in Leben, Kultur und Sprache der vier nationalen Minderheiten Deutschlands und der Sprechergruppe Niederdeutsch zu geben, wurde die interaktive Wanderausstellung „Was heißt hier Minderheit?“ entwickelt. Sie ermöglicht die Beschäftigung mit den fünf Gruppen und stellt dabei auch die Mehrheitsbevölkerung betreffende Fragen nach Identität und dem Verhältnis von Eigenem und Fremdem.

Jede der Ausstellungsstationen unterscheidet sich durch ihre einzigartige Gestaltung. An beispielhaften Erzählungen wird Einblick in die spannungsreiche Beziehungsgeschichte zur Mehrheitsgesellschaft gegeben, die Zwischenmenschliches ebenso berührt wie ein weites staatliches Geschichtsfeld der Minderheitenpolitik. Eigen- wie Fremdklischees werden aufgezeigt und spielerisch aufgefangen, Perspektivwechsel sollen ermöglicht werden. Ein tragendes erzählerisches wie gestalterisches Element ist die Anderssprachigkeit innerhalb einer Mehrheitsgesellschaft und der damit zusammenhängende Wechsel zwischen verschiedenen Polen.

Die zum Auftakt im Deutschen Bundestag präsentierte Wanderausstellung des Minderheitenrates der vier autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen Deutschlands sowie des Bundesraats för Nedderdüütsch wird vom Bundesministerium des Innern und für Heimat gefördert.

Eröffnung der Ausstellung

Aufgrund der Pandemiesituation wurde die Ausstellung am 16. März 2022 in virtueller Form eröffnet. Das zu diesem Zweck aufgenommene Eröffnungsvideo gewährt Einblicke in die Ausstellung und zeigt Ausschnitte aus der Eröffnungsansprache von Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt sowie den Grußworten der Vertreterinnen und Vertreter der Minderheiten und Volksgruppen, der Sprechergruppe, des Ausschusses für Inneres und Heimat und des Bundesministeriums des Innern und für Heimat. Die Eröffnungsansprache der Bundestagsvizepräsidentin sowie die Redebeiträge der Vorsitzenden des Minderheitenrates, Frau Gitte Hougaard-Werner, der Sprecherin des Bundesraats, Frau Dr. Saskia Luther, des stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für Inneres und Heimat, Herrn Prof. Dr. Lars Castellucci, des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium des Innern und für Heimat, Herrn Johann Saathoff, MdB, und des Abgeordneten Stefan Seidler, Vertreter der dänischen Minderheit, sind zudem in voller Länge gesondert abrufbar.

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