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Start des Stipendien­pro­gramms für arabische Staaten im Bundestag

Zwei IPS-Stipendiaten aus den arabischen Ländern sitzen an einem Tisch.

Für 24 junge Leute im Alter von 22 bis 37 Jahre begann am Samstag, 1. September, das vierwöchige Sonderprogramm des Internationalen Parlamentsstipendiums (IPS) für arabische Staaten im Bundestag.

© DBT/Anke Jacob

Am Samstag, 1. September 2018, war es wieder soweit. Da startete das vierwöchige Sonderprogramm des Internationalen Parlamentsstipendiums (IPS) für arabische Staaten. 24 junge Leute im Alter von 22 bis 37 Jahren aus Ägypten, Algerien, Jordanien, Marokko, den Palästinensischen Gebieten, Syrien, dem Libanon, Tunesien und Kuwait erleben zurzeit den deutschen Parlamentarismus hautnah und fast rund um die Uhr – im Deutschen Bundestag. Das Sonderprogramm – „kleiner Bruder“ des IPS-Regelprogramms – findet damit zum siebten Mal statt. Aufgelegt wurde es erstmals im Jahr 2012 als Reaktion auf den Arabischen Frühling.

Kurz-Praktikum im Abgeordnetenbüro

Wie ihre Vorgänger so zeichnet auch die Teilnehmer im Jahr 2018 politisches Interesse und zivilgesellschaftliches Engagement aus. Sie sprechen gut Deutsch und verfügen über Studienabschlüsse in den Bereichen Internationale Beziehungen, Politikwissenschaften, Rechtswissenschaften, Humanmedizin, Architektur, Archäologie, Finanz- und Buchhandlungswesen sowie Interkulturelle Kommunikation. Die meisten von ihnen stehen schon im Berufsleben, arbeiten als Rechtsberater oder Universitätslehrer – als Übersetzerin oder Deutschlehrerin.

Höhepunkt ihres Berlin-Aufenthaltes ist für die meisten Teilnehmer sicherlich die Woche vom 24. bis 28. September. Dann nämlich steht ein fünftägiges Kurz-Praktikum im Büro ihres jeweiligen Patenabgeordneten an. Abgeordnete aller Fraktionen haben sich erneut bereit erklärt, den jungen Leuten Einblick in ihre Arbeit zu gewähren.

Bundeskanzlerin Merkel live am Rednerpult erleben

Aber auch abseits der Praktikumswoche hat das zuständige Bundestags-Referat WI 4 ein interessantes Programm für die Stipendiaten gestrickt. Dazu zählen unter anderem Vorträge zur Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland, Informationsveranstaltungen zum Politischen System in Deutschland und der Arbeitsweise des Bundestages. 

Am Mittwoch, 12. September 2018, ist dann auch der Besuch der Plenarsitzung zur Generaldebatte im Rahmen der Haushaltsberatungen vorgesehen. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) live am Rednerpult sehen und hören zu können – ein sicherlich hochspannendes Erlebnis für die jungen Leute. Schon am Freitag, 7. September 2018, treffen sich die Stipendiaten zu einem Gedankenaustausch mit Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen).

Gespräch mit Experten für Nah- und Mittelost und Maghreb

Programmpunkte gibt es auch außerhalb der Bundestagsgebäude. So findet am 13., 14. und 15. September das Seminar „Plurale Gesellschaft: Vielfalt, Religionsfreiheit, Minderheiten und Menschenrechte in Deutschland“ statt. Im Auswärtigen Amt ist zudem ein Gespräch mit Experten für Nah- und Mittelost und Maghreb vorgesehen. Die Programmteilnehmer lernen auch etwas über das Mediensystem Deutschlands. Dazu besuchen sie den Sender Deutsche Welle, sprechen mit einem ARD-Auslandskorrespondenten und einer Redakteurin von Zeit-Online.

Zum Thema Erinnerungskultur werden die Stipendiaten mit Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, diskutieren. Auch eine Führung durch das Haus der Wannsee-Konferenz ist geplant. Dazu kommt noch ein Besuch im Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ zu der dort laufenden Sonderausstellung „Berlin 1933 – Der Weg in die Diktatur“. (hau/05.08.2018)

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