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Friedrich und Przyłębski würdigen Beitrag Polens für Freiheit und Einheit

Zwei Männer stehen vor einem Blumengebinde vor einer Plakette an einer Mauer am Reichstagsgebäude.

Bundestagsvizepräsident Hans-Peter Friedrich und der polnische Botschafter Andrzej Przyłębski (mit Hut) gedachten der Opfer des polnischen Freiheitskampfes in den achtziger Jahren.

© DBT/Melde

Bundestagsvizepräsident Dr. Hans-Peter Friedrich (CDU/CSU) und der Botschafter der Republik Polen, Prof. Dr. Andrzej Przyłębski, haben am Freitag, 13. Dezember 2019, an den Beitrag Polens und der Gewerkschaft Solidarność zur Überwindung des Kommunismus in Europa und zur Einheit Deutschlands und Europas erinnert. Beide legten Blumen am Mauerstück aus der Danziger Werft an der Nordostecke des Reichstagsgebäudes nieder. An der kurzen Gedenkveranstaltung nahmen auch Mitglieder der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe im Bundestag teil.

Vor 38 Jahren, am 13. Dezember 1981, hatte die kommunistische Regierung in Polen das Kriegsrecht verhängt. Erst acht Jahre später, 1989, konnte die demokratische Solidarność auf friedlichem Weg die Macht in Polen übernehmen und das Land zur Demokratie führen.

Hans-Peter Friedrich dankt dem polnischen Volk

Hans-Peter Friedrich würdigte die Solidarność als „riesengroße Volksbewegung“ und erinnerte daran, dass bereits zwei Jahre zuvor, 1979, der Besuch von Papst Johannes Paul II. in seiner polnischen Heimat den Wandel einleitete. Friedrichs Dank galt der polnischen Regierung und dem polnischen Volk, dem er alles Gute wünschte.

Die Plakette am Mauerstück trägt auf Deutsch und Polnisch die Inschrift: „Zur Erinnerung an den Kampf der Solidarność für Freiheit und Demokratie und den Beitrag Polens zur Wiedervereinigung Deutschlands und für ein politisch geeintes Europa.“

Solidarność war eine nationale Bewegung“

Botschafter Przyłębski sagte, man gedenke der Opfer der rechtswidrigen Verhängung des Kriegsrechts, der vielen Toten und Inhaftierten. Die Solidarność sei mehr als eine Gewerkschaft gewesen, eine „nationale Bewegung“ von mehr als zehn Millionen polnischen Bürgern. Die Kommunistische Partei mit zwei Millionen Mitgliedern habe damals einen „mächtigen Gegner“ bekommen.

Über die Mauer der Danziger Werft war im August 1980 der spätere Friedensnobelpreisträger und Arbeiterführer Lech Wałęsa geklettert, um die Streikbewegung zu organisieren, aus der die erste von der Regierung anerkannte Gewerkschaft im damaligen Ostblock hervorging. Das Mauerstück am Reichstagsgebäude schenkte der Sejm, das polnische Parlament, 2009 dem Deutschen Bundestag. (vom/13.12.2019)

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