Direkt zum Hauptinhalt springen Direkt zum Hauptmenü springen

Dokumente

Artikel

Aus­stellung mit Werken von Barbara und Fritz Klemm eröffnet

Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble hat am Mittwoch, 4. März 2020, die Ausstellung „Barbara und Fritz Klemm – Fotografie und Malerei“ im Mauer-Mahnmal des Bundestages im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus in Berlin eröffnet. Dr. Andreas Kaernbach, Kurator der Kunstsammlung des Deutschen Bundestages, führte in die Ausstellung ein, mit der der Bundestag die Künstlerin aus Anlass ihres 80. Geburtstags im Dezember 2019 würdigt. Barbara Klemm, die von 1970 bis 2005 Redaktionsfotografin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war, nahm an der Eröffnung teil.

Fotografien und Gemälde

Präsentiert werden ihre berühmten Fotos von den Vereinigungsfeiern in Berlin am 3. Oktober 1990, aber auch Aufnahmen, die Kunstbetrachter in Museen und Ausstellungen zeigen. Darüber hinaus ist eine Auswahl von Gemälden ihres Vaters Fritz Klemm (1902-1990) zu sehen, der von 1953 bis 1970 Professor an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Karlsruhe war.

Die Ausstellungseröffnung wurde musikalisch umrahmt von Mitgliedern des Rias-Kammerorchesters unter Leitung von Joachim Buhrmann, die „Nunc dimittis“ und „The Deer’s Cry“ des estnischen Komponisten Arvo Pärt spielten.

Menschen im Museum

Die Ausstellung ist eine Hommage zum 80. Geburtstag Barbara Klemms. Der Kunstbeirat des Deutschen Bundestages hatte die Künstlerin eingeladen, die Ausstellung nach eigenem Konzept zu gestalten. Barbara Klemm schlug daraufhin vor, ihren Fotozyklus von Menschen im Museum zu zeigen, seien es Kunstbetrachter in der Eremitage, im Prado oder im Louvre.

So ist beispielsweise im Foto aus dem Louvre hinter den engagiert diskutierenden Besuchern das Gemälde „Die Freiheit führt das Volk“ von Eugène Delacroix zu sehen. Wo könnte eine solche Szene passender als im Mauer-Mahnmal des Bundestages gezeigt werden? Und wie könnte eine solche Szene aufschlussreicher präsentiert werden als zusammen mit den Fotos von Barbara Klemm aus den Jahren 1989 und 1990 zum 30. Jahrestag des Falls der Mauer und der Wiedervereinigung, Fotos, die unser Bildgedächtnis von diesen Ereignissen so tief geprägt haben?

In Ergänzung zu den beiden Foto-Zyklen von Barbara Klemm und zugleich als spannender Kontrast laden sodann die Gemälde und Collagen ihres Vaters, des Malers Fritz Klemm (1902-1990), zum vergleichenden Schauen ein. Seine konzentrierten, stillen Arbeiten sind erstmals im Deutschen Bundestag zu sehen. (vom/04.03.2020)

Marginalspalte