• Direkt zum Hauptinhalt springen
  • Direkt zum Hauptmenü springen
  1. Startseite
  2. Dokumente
  3. Texte (2021-2026)
  4. 2021
zurück zu: Texte (2021-2026) ()
  • 1. Lesung
Familie

Recht auf kör­perliche und sexuelle Selbst­bestimmung

Der Bundestag hat am Donnerstag, 4. März 2021, erstmalig über einen von der Fraktion Die Linke vorgelegten Antrag, in dem sie das „Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung sichern, reproduktive Gerechtigkeit ermöglichen“ will beraten (19/26980(Dokument, öffnet ein neues Fenster)). Der Antrag wurde nach der Beratung in den federführenden Ausschuss für Familie, Frauen, Senioren und Jugend überwiesen.

Antrag der Linken

Nach dem Willen der Fraktion Die Linke sollen die Paragrafen 218, 218a, b und, c sowie die Paragrafen 219, 219 a und b zum Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch gestrichen werden. In einem Antrag (19/26980(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) fordert sie die Bundesregierung auf, einen entsprechenden Entwurf für ein „Gesetz zur Sicherung reproduktiver Rechte“ vorzulegen, der auch das Schwangerschaftskonfliktgesetz ersetzt. Zudem sollen die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel und operative Eingriffe zur Empfängnisverhütung ohne Alters- und Indikationseinschränkungen durch die gesetzliche Krankenkasse (GKV) übernommen werden.

Die Kassen sollen Budgets bilden, aus denen auch die Kosten für nicht verschreibungspflichtige Verhütungsmittel wie beispielsweise Kondome erstattet werden. Ebenfalls sollen Schwangerschaftsabbrüche und deren Nachsorge als Teil der Gesundheitsversorgung im Fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) verankert werden und die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden.

Sexualität, Verhütung, Familienplanung

Auch das Recht auf umfassende und auf Wunsch anonyme Beratung zu Fragen der Sexualität, Verhütung und Familienplanung soll als Teil der Gesundheitsversorgung im SGB V verankert werden. Darüber hinaus spricht sich die Fraktion dafür aus, dass auch für alle Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft auch unter Verwendung von Spendersamen für alle Menschen mit ungewollter oder medizinisch begründeter Kinderlosigkeit die Kosten übernommen werden.

Die Linksfraktion verweist darauf, dass gemäß dem Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau der Vereinten Nationen (CEDAW) die Vertragsstaaten verpflichtet sind, alle strafrechtlichen Vorschriften zur Diskriminierung der Frau aufzuheben. Da der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland aber noch immer als Straftat gelte, würden „Menschen, die schwanger werden können, in der überwiegenden Mehrzahl Frauen“, damit gesetzlich diskriminiert. (aw/sas/04.03.2021)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

Petra Pau

Petra Pau

© DIE LINKE/ DIG/Trialon

Möhring, Cornelia

Die Linke

Cornelia Möhring

Cornelia Möhring

© Cornelia Möhring/ Uwe Steinert

Pantel, Sylvia

CDU/CSU

Sylvia Pantel

Sylvia Pantel

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Storch, Beatrix von

AfD

Beatrix von Storch

Beatrix von Storch

© Beatrix von Storch

Yüksel, Gülistan

SPD

Gülistan Yüksel

Gülistan Yüksel

© SPD-Parteivorstand/ Benno Kraehahn

Helling-Plahr, Katrin

FDP

Katrin Helling-Plahr

Katrin Helling-Plahr

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Schauws, Ulle

Bündnis 90/Die Grünen

Ulle Schauws

Ulle Schauws

© DBT/Stella von Saldern

Pilsinger, Stephan

CDU/CSU

Stephan Pilsinger

Stephan Pilsinger

© Stephan Pilsinger/ Timo Hänseler

Pau, Petra

Bundestagsvizepräsidentin

Petra Pau

Petra Pau

© DIE LINKE/ DIG/Trialon

Dokumente

  • 19/26980 - Antrag: Für das Leben - Das Recht auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung sichern, reproduktive Gerechtigkeit ermöglichen
    PDF | 293 KB — Status: 24.02.2021
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überw 19/26980(Dokument, öffnet ein neues Fenster) beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

  • Deutscher Bundestag, Internetredaktion
  1. Startseite
  2. Dokumente
  3. Texte (2021-2026)
  4. 2021
zurück zu: Texte (2021-2026) ()
  • Instagram-Kanäle

    • Bundestag (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
    • Bundestagspräsidentin (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
  • LinkedIn
  • Mastodon-Kanäle

    • Bundestag (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
    • hib-Nachrichten (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
  • WhatsApp
  • YouTube
  • Hilfe
  • Kontakt
  • Inhaltsübersicht
  • Instagram-Kanäle

    • Bundestag (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
    • Bundestagspräsidentin (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
  • LinkedIn
  • Mastodon-Kanäle

    • Bundestag (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
    • hib-Nachrichten (Externer Link, Link öffnet ein neues Fenster)
  • WhatsApp
  • YouTube
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutz
  • Impressum

© Deutscher Bundestag

Ausdruck aus dem Internet-Angebot des Deutschen Bundestages

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2021/kw09-de-reproduktive-selbstbestimmung-824856

Stand: 21.08.2026