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Finanzen

Reaktion des Rechts­staats auf den Angriffs­krieg Russlands

Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben sich am Donnerstag, 12. Mai 2022, mit dem Angriffskrieg Russlands befasst. Der Bundestag hat dazu erstmals über einen von der CDU/CSU vorgelegten Antrag mit dem Titel „Schnelle und durchgreifende Reaktion des Rechtsstaats auf den Angriffskrieg Russlands ermöglichen“ (20/1726(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) beraten. Im Anschluss der Debatte wurde der Antrag an den Finanzausschuss zur federführenden Beratung zu überwiesen.

Antrag der CDU/CSU-Fraktion

Die CDU/CSU-Fraktion verlangt von der Bundesregierung einen härteren Kurs bei der Umsetzung von Sanktionsmaßnahmen gegen Russland. In dem Antrag wird auf Italien verwiesen, wo Sanktionen gegen russische Oligarchen umfangreich umgesetzt würden, während insoweit in Deutschland bisher wenig geschehen sei. So habe die Guardia di Finanza in Italien mehrere Anwesen des auf der Sanktionsliste stehenden russischen Oligarchen Arkadi Rotenberg beschlagnahmt, der in Deutschland dagegen unbehelligt geblieben sei. Daher verlangt die Unionsfraktion unter anderem eine Offenbarungspflicht über die in Deutschland vorhandenen Vermögenswerte von sanktionierten Personen und von Organisationen. Die Möglichkeiten für den Kampf gegen Desinformationskampagnen und Sanktionsmöglichkeiten gegen russische, staatlich gesteuerte Medien und Online-Medien sollen zudem verbessert werden.

Der Staat soll außerdem die Befugnis erhalten, Auskunft über die Quelle von Vermögen zu erhalten und wer die faktische Kontrolle ausübe. Wenn nicht festgestellt werden könne, wer wirtschaftlicher Berechtigter an einem Unternehmen ist, soll es ein zivilrechtliches Geschäftsverbot geben. Außerdem fordert die CDU/CSU-Fraktion ein Verbot der Barzahlung bei Immobilienkäufen und die Einrichtung einer Geldwäscheverdachtsdatenbank, in der sämtliche Personen mit rechtskräftiger Verurteilung aufgrund von Vermögensdelikten, Steuerdelikten, Wirtschafts- oder Geldwäschestraftaten erfasst werden und die vom Notar vor jeder Immobilientransaktion abgefragt werden muss. Außerdem sollen frühere Mitglieder der Bundesregierung das Übergangsgeld beziehungsweise das Ruhegehalt verlieren können, wenn sie in ihrem Amt oder dem Ansehen der Bundesrepublik Deutschland erheblichen Schaden zufügen, indem Sie sich für die Interessen eines ausländischen Staates verwenden. (hle/12.05.2022)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Göring-Eckardt, Katrin

Bundestagsvizepräsidentin

Katrin Göring-Eckardt

Katrin Göring-Eckardt

© Katrin Göring-Eckardt/ Laurence Chaperon

Krings, Dr. Günter

CDU/CSU

Dr. Günter Krings

Dr. Günter Krings

© Dr. Günter Krings/ Tobias Koch

Zimmermann, Dr. Jens

SPD

Jens Zimmermann

Jens Zimmermann

© Jens Zimmermann/Juliusz Gastev

Gottschalk, Kay

AfD

Kay Gottschalk

Kay Gottschalk

© Kay Gottschalk/ Felix Dornig

Brantner, Dr. Franziska

Parlamentarische Staatssekretärin für Wirtschaft und Klimaschutz

Franziska Brantner

Franziska Brantner

© DBT

Meiser, Pascal

Die Linke

Pascal Meiser

Pascal Meiser

© Die Linke, Berlin

Mordhorst, Maximilian

FDP

Maximilian Mordhorst

Maximilian Mordhorst

© Maximilian Mordhorst/Rainer Milling

Kasper, Carlos

SPD

Carlos Kasper

Carlos Kasper

© Richard Hübner

Radwan, Alexander

CDU/CSU

Alexander Radwan

Alexander Radwan

© Alexander Radwan/ Tobias Koch

Limburg, Helge

Bündnis 90/Die Grünen

Helge Limburg

Helge Limburg

© Helge Limburg/ Bonnie Bartusch

Heselhaus, Nadine

SPD

Nadine Heselhaus

Nadine Heselhaus

© Nadine Heselhaus/Simon Thon

Özoguz, Aydan

Bundestagsvizepräsidentin

Aydan Özoğuz

Aydan Özoğuz

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Dokumente

  • 20/1726 - Antrag: Schnelle und durchgreifende Reaktion des Rechtsstaats auf den Angriffskrieg Russlands ermöglichen
    PDF | 196 KB — Status: 10.05.2022
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überw 20/1726(Dokument, öffnet ein neues Fenster) beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

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Stand: 21.09.2026