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Bildung

Abkommen zur deutsch-französischen Berufs­aus­bildung beraten

Der Bundestag hat am Mittwoch, 15. Mai 2024, erstmals über das Abkommen zur deutsch-französischen Berufsausbildung beraten. Nach der Aussprache überwiesen die Abgeordneten den Gesetzentwurf der Bundesregierung „zu dem Abkommen vom 21. Juli 2023 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Französischen Republik über die grenzüberschreitende Berufsausbildung“ (20/10818(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) an die Ausschüsse. Bei den weiteren Beratungen übernimmt der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung die Federführung. 

Gesetzentwurf der Bundesregierung 

Die Bundesregierung will die deutsch-französische Ausbildung stärken. Laut Regierungsentwurf baut das Abkommen auf zwei Rahmenvereinbarungen aus den Jahren 2013 und 2014 auf, wonach Auszubildende den praktischen Teil ihrer Ausbildung in einem Betrieb im Partnerland absolvieren können, während die theoretische Ausbildung und die Prüfung im Heimatland stattfinden.

Ziel des Abkommens sei es, dass „die grenzüberschreitenden Parameter für eine duale Berufsausbildung weiter standardisiert sowie transparenter gestaltet werden, um so der deutsch-französischen Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung neuen Schub zu geben“, heißt es in der Vorlage. Diese „besondere Form des Lernens“ ermögliche den Erwerb einer Doppelkultur, fördere die beruflichen Chancen und eröffne den Unternehmen in der Grenzregion attraktive Rekrutierungsperspektiven.

„Vertragsgesetz notwendig“

Der Bundesregierung zufolge sichert das Abkommen den rechtlichen Rahmen bei den verschiedenen Konstellationen einer grenzüberschreitenden Berufsausbildung. Ein Vertragsgesetz sei notwendig, da sich das Abkommen auf Gegenstände der Bundesgesetzgebung beziehe, heißt es zur Begründung.

Nach Artikel 59 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes bedürfen Verträge, welche die politischen Beziehungen des Bundes regeln oder sich auf Gegenstände der Bundesgesetzgebung beziehen, der Zustimmung oder der Mitwirkung der jeweils für die Bundesgesetzgebung zuständigen Körperschaften in der Form eines Bundesgesetzes. (hau/irs/15.05.2024)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Göring-Eckardt, Katrin

Bundestagsvizepräsidentin

Katrin Göring-Eckardt

Katrin Göring-Eckardt

© Katrin Göring-Eckardt/ Laurence Chaperon

Brandenburg (Rhein-Neckar), Dr. Jens

Parlamentarischer Staatssekretär für Bildung und Forschung

Dr. Jens Brandenburg

Dr. Jens Brandenburg

© Jens Brandenburg/ Stephanie Trenz

Gräßle, Dr. Ingeborg

CDU/CSU

Dr. Ingeborg Gräßle

Dr. Ingeborg Gräßle

© Dr. Ingeborg Gräßle/ Thomas Zender

Rosenthal, Jessica

SPD

Jessica Rosenthal

Jessica Rosenthal

© Jessica Rosenthal / s.h. schroeder

Höchst, Nicole

AfD

Nicole Höchst

Nicole Höchst

© Nicole Höchst/ Hagen Schnauß

Lührmann, Dr. Anna

Staatsministerin im Auswärtigen Amt

Anna Lührmann

Anna Lührmann

© photothek/ Trutschel

Föhr, Alexander

CDU/CSU

Alexander Föhr

Alexander Föhr

© Alexander Föhr/ Tobias Koch

Boginski, Friedhelm

FDP

Friedhelm Boginski

Friedhelm Boginski

© DBT/ Inga Haar

Seitzl, Dr. Lina

SPD

Dr. Lina Seitzl

Dr. Lina Seitzl

© Lina Seitzl/ Denise Claus/Kleinebildkunst

Ludwig, Daniela

CDU/CSU

Daniela Ludwig

Daniela Ludwig

© Daniela Ludwig/ Anne Hufnagl

Reinalter, Prof. Dr. Anja

Bündnis 90/Die Grünen

Anja Reinalter

Anja Reinalter

© Anja Reinalter/ Andrea Ege

Stüwe, Ruppert

SPD

Ruppert Stüwe

Ruppert Stüwe

© Photothek

Göring-Eckardt, Katrin

Bundestagsvizepräsidentin

Katrin Göring-Eckardt

Katrin Göring-Eckardt

© Katrin Göring-Eckardt/ Laurence Chaperon

Dokumente

  • 20/10818 - Gesetzentwurf: Entwurf eines Gesetzes zu dem Abkommen vom 21. Juli 2023 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Französischen Republik über die grenzüberschreitende Berufsausbildung
    PDF | 1 MB — Status: 25.03.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überweisung 20/10818(Dokument, öffnet ein neues Fenster) beschlossen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Herausgeber

  • Deutscher Bundestag, Internetredaktion
Bildung

Ja zum Abkommen zur deutsch-französischen Berufsausbildung

Der Bundestag hat am Donnerstag, 13. Juni 2024, bei Enthaltung der AfD-Fraktion und Zustimmung der übrigen Fraktionen nach zweiter Beratung dem Abkommen zur deutsch-französischen Berufsausbildung zugestimmt. Der Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung hatte zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung „zu dem Abkommen vom 21. Juli 2023 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Französischen Republik über die grenzüberschreitende Berufsausbildung“ (20/10818(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) eine Beschlussempfehlung (20/11739(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) abgegeben. 

Gesetzentwurf der Bundesregierung 

Die Bundesregierung will die deutsch-französische Ausbildung stärken. Laut Regierungsentwurf baut das Abkommen auf zwei Rahmenvereinbarungen aus den Jahren 2013 und 2014 auf, wonach Auszubildende den praktischen Teil ihrer Ausbildung in einem Betrieb im Partnerland absolvieren können, während die theoretische Ausbildung und die Prüfung im Heimatland stattfinden.

Ziel des Abkommens sei es, dass „die grenzüberschreitenden Parameter für eine duale Berufsausbildung weiter standardisiert sowie transparenter gestaltet werden, um so der deutsch-französischen Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung neuen Schub zu geben“, heißt es in der Vorlage. Diese „besondere Form des Lernens“ ermögliche den Erwerb einer Doppelkultur, fördere die beruflichen Chancen und eröffne den Unternehmen in der Grenzregion attraktive Rekrutierungsperspektiven.

„Vertragsgesetz notwendig“

Der Bundesregierung zufolge sichert das Abkommen den rechtlichen Rahmen bei den verschiedenen Konstellationen einer grenzüberschreitenden Berufsausbildung. Ein Vertragsgesetz sei notwendig, da sich das Abkommen auf Gegenstände der Bundesgesetzgebung beziehe, heißt es zur Begründung.

Nach Artikel 59 Absatz 2 Satz 1 des Grundgesetzes bedürfen Verträge, welche die politischen Beziehungen des Bundes regeln oder sich auf Gegenstände der Bundesgesetzgebung beziehen, der Zustimmung oder der Mitwirkung der jeweils für die Bundesgesetzgebung zuständigen Körperschaften in der Form eines Bundesgesetzes. (hau/13.06.2024)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Göring-Eckardt, Katrin

Bundestagsvizepräsidentin

Katrin Göring-Eckardt

Katrin Göring-Eckardt

© Katrin Göring-Eckardt/ Laurence Chaperon

Boginski, Friedhelm

FDP

Friedhelm Boginski

Friedhelm Boginski

© DBT/ Inga Haar

Gräßle, Dr. Ingeborg

CDU/CSU

Dr. Ingeborg Gräßle

Dr. Ingeborg Gräßle

© Dr. Ingeborg Gräßle/ Thomas Zender

Rosenthal, Jessica

SPD

Jessica Rosenthal

Jessica Rosenthal

© Jessica Rosenthal / s.h. schroeder

Kleinwächter, Norbert

AfD

Norbert Kleinwächter

Norbert Kleinwächter

© AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag/Stephan Schmidt

Kopf, Chantal

Bündnis 90/Die Grünen

Chantal Kopf

Chantal Kopf

© Chantal Kopf/ Dominik Butzmann

Rohwer, Lars

CDU/CSU

Lars Rohwer

Lars Rohwer

© Lars Rohwer/ BLEND3/Frank Grätz

Seiter, Prof. Dr. Stephan

FDP

Stephan Seiter

Stephan Seiter

© DBT/ Inga Haar

Stüwe, Ruppert

SPD

Ruppert Stüwe

Ruppert Stüwe

© Photothek

Jarzombek, Thomas

CDU/CSU

Thomas Jarzombek

Thomas Jarzombek

© Thomas Jarzombek/ Tobias Koch

Reinalter, Prof. Dr. Anja

Bündnis 90/Die Grünen

Anja Reinalter

Anja Reinalter

© Anja Reinalter/ Andrea Ege

Seitzl, Dr. Lina

SPD

Dr. Lina Seitzl

Dr. Lina Seitzl

© Lina Seitzl/ Denise Claus/Kleinebildkunst

Göring-Eckardt, Katrin

Bundestagsvizepräsidentin

Katrin Göring-Eckardt

Katrin Göring-Eckardt

© Katrin Göring-Eckardt/ Laurence Chaperon

Dokumente

  • 20/10818 - Gesetzentwurf: Entwurf eines Gesetzes zu dem Abkommen vom 21. Juli 2023 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Französischen Republik über die grenzüberschreitende Berufsausbildung
    PDF | 1 MB — Status: 25.03.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/11739 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung - Drucksache 20/10818 - Entwurf eines Gesetzes zu dem Abkommen vom 21. Juli 2023 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Französischen Republik über die grenzüberschreitende Berufsausbildung
    PDF | 195 KB — Status: 11.06.2024
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Gesetzentwurf 20/10818(Dokument, öffnet ein neues Fenster) (Beschlussempfehlung 20/11739(Dokument, öffnet ein neues Fenster): Gesetzentwurf annehmen) angenommen
  • Verkündung des Ergebnisses der namentlichen Abstimmung, ZP 7

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

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Ausdruck aus dem Internet-Angebot des Deutschen Bundestages

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw24-de-berufsausbildung-frankreich-1006786

Stand: 13.08.2026