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Auswärtiges

Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes gegen den „Islamischen Staat“

Die Bundeswehr soll sich ein weiteres Jahr am Einsatz gegen den „Islamischen Staat“ (IS) im Irak beteiligen. Den Antrag der Bundesregierung mit dem Titel „Stabilisierung sichern, Wiedererstarken des IS verhindern, Versöhnung in Irak fördern“ (21/3206(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) hat das Parlament am Mittwoch, 17. Dezember 2025, erstmals beraten. Nach halbstündiger Debatte wurde der Antrag in die Ausschüsse überwiesen. Bei den weiteren Beratungen soll der Auswärtige Ausschuss federführend sein. 

Antrag der Bundesregierung

Das aktuell gültige Mandat sieht die Entsendung von bis zu 500 Bundeswehrsoldaten vor, die die regulären irakischen Streit- und Sicherheitskräfte ausbilden und beraten und unter anderem Aufgaben wie Lufttransport, See- und Luftraumüberwachung sowie Aufklärung und Lagebilderstellung übernehmen sollen. Es ist noch bis 31. Januar 2026 gültig. (hau/17.12.2025)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Lindholz, Andrea

Bundestagsvizepräsidentin

Andrea Lindholz

Andrea Lindholz

© Andrea Lindholz/ Timo Raab

Wadephul, Dr. Johann David

Bundesminister des Auswärtigen

Dr. Johann David Wadephul

Dr. Johann David Wadephul

© Tobias Koch

Zerbin, Prof. Dr. Daniel

AfD

Daniel Zerbin

Daniel Zerbin

© Dr. Daniel Zerbin/ Christian Grimmelt

Hartmann, Sebastian

Parlamentarischer Staatssekretär der Verteidigung

Sebastian Hartmann

Sebastian Hartmann

© Sebastian Hartmann

Nanni, Sara

Bündnis 90/Die Grünen

Sara Nanni

Sara Nanni

© Sara Nanni/ Nina Runge

Özdemir, Cansu

Die Linke

Cansu Özdemir

Cansu Özdemir

© Die Linke Hamburg/ Reno Mezger

Mayer-Lay, Volker

CDU/CSU

Volker Mayer-Lay

Volker Mayer-Lay

© Volker Mayer-Lay/Tobias Koch

Koch, Heinrich

AfD

Heinrich Koch

Heinrich Koch

© Heinrich Koch/ Hauser

Türk-Nachbaur, Derya

SPD

Derya Türk-Nachbaur

Derya Türk-Nachbaur

© Derya Türk-Nachbaur/ Photothek Media Lab

Silberhorn, Thomas

CDU/CSU

Thomas Silberhorn

Thomas Silberhorn

© Ralf Rödel

Ortleb, Josephine

Bundestagsvizepräsidentin

Josephine Ortleb

Josephine Ortleb

© SPD/Maximilian König

Dokumente

  • 21/3206 - Antrag: Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte - Stabilisierung sichern, Wiedererstarken des IS verhindern, Versöhnung in Irak fördern
    PDF | 207 KB — Status: 10.12.2025
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • Überw 21/3206(Dokument, öffnet ein neues Fenster) beschlossen

Herausgeber

  • Deutscher Bundestag, Internetredaktion
Auswärtiges

Bundeswehreinsatz gegen den „Islamischen Staat“ wird fortgesetzt

Der Bundestag hat am Donnerstag, 29. Januar 2026, die Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes gegen den „Islamischen Staat“ beschlossen. Dem Antrag der Bundesregierung mit dem Titel „Stabilisierung sichern, Wiedererstarken des IS verhindern, Versöhnung in Irak fördern“ (21/3206(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) stimmten nach halbstündiger Aussprache in namentlicher Abstimmung 389 Abgeordnete zu, 187 lehnten ihn ab. Es gab eine Enthaltung. 

Bundeswehreinsatz gegen den „Islamischen Staat“

Zur Abstimmung lagen eine Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses (21/3627(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) und ein Bericht des Haushaltsausschusses gemäß Paragraf 96 der Geschäftsordnung des Bundestages (21/3628(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) zur Vereinbarkeit mit der Haushaltslage des Bundes vor. Ein Entschließungsantrag der AfD-Fraktion (21/3891(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) wurde mit den Stimmen aller übrigen Fraktionen abgelehnt.  

Antrag der Bundesregierung

Die Bundeswehr soll nach den Vorstellungen der Bundesregierung ihren Einsatz gegen den „Islamischen Staat“ (IS) Rahmen der Nato-Mission Iraq (NMI) ein weiteres Jahr fortsetzen. Vorgesehen ist laut Antrag die Entsendung von wie bisher bis zu 500 Bundeswehrsoldaten, die die regulären irakischen Streit- und Sicherheitskräfte ausbilden und beraten und unter anderem Aufgaben wie Lufttransport, See- und Luftraumüberwachung sowie Aufklärung und Lagebilderstellung übernehmen sollen.

Wie die Bundesregierung schreibt, bleibe die fortgesetzte internationale Präsenz in Gestalt der Nato-Mission im Kampf gegen den IS nach wie vor unverzichtbar für die Sicherheitsarchitektur des Landes und werde vom Irak explizit erbeten. Territorial sei die Terrororganisation weitgehend zwar besiegt, allerdings hätten sich IS-Anschläge auf niedrigem Niveau verstetigt. Gleichzeitig profitiere der IS von dem infolge der regionalen Entwicklungen verringerten Verfolgungsdruck in Syrien und dehne seine Aktivitäten auf urbane Gebiete aus. 

IS will erneut territorial Fuß fassen

Vor allem an der Grenze zur irakischen Region Anbar, aber auch in den zwischen Bagdad und Erbil umstrittenen Regionen in Nordirak sei der IS bestrebt, sich Rückzugsräume zu schaffen und erneut territorial Fuß zu fassen. Dabei stelle sich die Terrororganisation in ihren Befehls- und Kampfstrukturen zunehmend dezentral auf. So gelinge es ihr dem hohen Verfolgungsdruck teils auszuweichen.

Völkerrechtliche Grundlage für den Fähigkeitsaufbau der regulären irakischer Streit- und Sicherheitskräfte ist laut Bundesregierung die Zustimmung der irakischen Regierung sowie mehrere Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, nach denen vom IS eine Bedrohung für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit ausgeht. Die einsatzbedingten Zusatzausgaben des Mandats für den Zeitraum vom 1. Februar 2026 bis 31. Januar 2027 beziffert die Bundesregierung auf insgesamt rund 109 Millionen Euro. (ahe/hau/29.01.2026)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Ramelow, Bodo

Bundestagsvizepräsident

Bodo Ramelow

Bodo Ramelow

© DBT/ Inga Haar

Kiesewetter, Roderich

CDU/CSU

Roderich Kiesewetter

Roderich Kiesewetter

© Roderich Kiesewetter/ Tobias Koch

Nolte, Jan Ralf

AfD

Jan Ralf Nolte

Jan Ralf Nolte

© Jan Nolte/Ferdinand Vogel

Özoguz, Aydan

SPD

Aydan Özoğuz

Aydan Özoğuz

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Amtsberg, Luise

Bündnis 90/Die Grünen

Luise Amtsberg

Luise Amtsberg

© Bündnis 90/Die Grünen / Stefan Kaminski

Thoden, Ulrich

Die Linke

Ulrich Thoden

Ulrich Thoden

© Ulrich Thoden/ Jennifer Kölker

Mayer-Lay, Volker

CDU/CSU

Volker Mayer-Lay

Volker Mayer-Lay

© Volker Mayer-Lay/Tobias Koch

Gnauck, Hannes

AfD

Hannes Gnauck

Hannes Gnauck

© Hannes Gnauck

Moll, Claudia

SPD

Claudia Moll

Claudia Moll

© Claudia Moll / Maurice Weiss

Edelhäußer, Ralph

CDU/CSU

Ralph Edelhäußer

Ralph Edelhäußer

© CSU-Landesgruppe / Christian Kaufmann

Ramelow, Bodo

Bundestagsvizepräsident

Bodo Ramelow

Bodo Ramelow

© DBT/ Inga Haar

Dokumente

  • 21/3206 - Antrag: Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte - Stabilisierung sichern, Wiedererstarken des IS verhindern, Versöhnung in Irak fördern
    PDF | 207 KB — Status: 10.12.2025
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 21/3627 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksache 21/3206 - Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte - Stabilisierung sichern, Wiedererstarken des IS verhindern, Versöhnung in Irak fördern
    PDF | 188 KB — Status: 14.01.2026
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 21/3628 - Bericht: gemäß § 96 der Geschäftsordnung zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksachen 21/3206, 21/3627 - Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte - Stabilisierung sichern, Wiedererstarken des IS verhindern, Versöhnung in Irak fördern
    PDF | 164 KB — Status: 14.01.2026
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 21/3891 - Entschließungsantrag: zu der Beratung des Antrags der Bundesregierung - Drucksachen 21/3206, 21/3627 - Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte - Stabilisierung sichern, Wiedererstarken des IS verhindern, Versöhnung in Irak fördern
    PDF | 170 KB — Status: 27.01.2026
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • namentliche Abstimmung zu Beschlussempfehlung 21/3627(Dokument, öffnet ein neues Fenster) (Antrag 21/3206(Dokument, öffnet ein neues Fenster) annehmen)
  • 18:02:42: Beginn der Abstimmung
  • 18:23:35: Ende der Abstimmung
  • Gesamt: 577 Ja: 389 Nein: 187 Enthaltungen: 1


Beschlussempfehlung 21/3627(Dokument, öffnet ein neues Fenster) (Antrag 21/3206(Dokument, öffnet ein neues Fenster) annehmen) angenommen

Entschließungsantrag 21/3891(Dokument, öffnet ein neues Fenster) abgelehnt

Herausgeber

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Stand: 14.08.2026