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Isaac aus Uganda: Auch Naturwissenschaftler können durch das Programm viel lernen

Ein Mann steht vor einer bunt bemalten Mauer und lächelt.

Isaac aus Uganda, Teilnehmer des IPS Afrika 2024 (privat)

Warum haben Sie sich für das IPS-Programm beworben?

Als ausgebildeter Apotheker bin ich mit den Qualitätsmerkmalen der Patientenversorgung, insbesondere im Kontext der Arzneimitteltherapie, bestens vertraut. Mein Wissen über die Verfahren zur Entwicklung gesundheitspolitischer Maßnahmen, die die Qualität der Patientenversorgung regeln, ist jedoch sehr begrenzt. Durch das IPS-Programm wollte ich mehr über die verschiedenen Facetten der Gesundheitspolitik lernen. Ich wollte auch mehr über die Werte einer konstitutionellen Demokratie lernen. Dies mit dem Ziel, in Zukunft als Führungs- und Fachkraft besser qualifiziert zu sein, meine Rolle bei der Entwicklung oder Umsetzung der Arzneimittelpolitik und Arzneimittelversorgung in Afrika zu spielen.

Was hat Sie an dem Programm am meisten überrascht oder beeindruckt? Was war Ihr absolutes Highlight?

Im gesamten Programm wurde besonders viel Wert auf interkulturelle Kompetenz gelegt. Das fand ich besonders interessant. Aufgrund der zunehmenden Vielfalt der Patienten, mit denen die Angehörigen der Gesundheitsberufe zu tun haben, ist es wichtig, dass sie über interkulturelle Kompetenz verfügen. Da die Arbeit im Gesundheitswesen in erster Linie patientenorientiert ist, sollte interkulturelle Kompetenz ein wesentlicher Bestandteil unserer Fähigkeiten sein. Das einwöchige Praktikum im Abgeordnetenbüro war der Höhepunkt meines Aufenthaltes in Berlin. Ich bin im richtigen Abgeordnetenbüro gelandet! Da sich die Interessen und das Fachwissen des Abgeordneten mit meinen deckten, habe ich mich gut in das Team integriert und viel gelernt.

Wie sehen Sie Ihre eigene Entwicklung im Rahmen des vierwöchigen IPS-Programms?

Im Laufe des Programms wurde ich immer faszinierter von der wichtigen Rolle, die ich als Angehöriger der Gesundheitsberufe bei der Politikgestaltung spielen kann. Ich erlangte ein besseres Verständnis für Themen wie Solidarität und Demokratie, insbesondere im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen.

Welche Vorstellungen haben Sie von Ihrer beruflichen Zukunft?

Zukünftig will ich bei der Gestaltung oder Umsetzung unserer Arzneimittelpolitik in Afrika eine starke Rolle spielen. Besonders interessiert mich der verantwortungsvolle Umgang mit Antibiotika. Ich hoffe, dass wir als Uganda den deutschen Gesetzgeber in die Erarbeitung solcher Gesetze einbeziehen können, die die sich abzeichnenden Folgen des Antibiotikamissbrauchs eindämmen können.

Was raten Sie Personen, die sich für eine Teilnahme am IPS-Programm bewerben möchten?

Das IPS-Programm ist nicht auf Absolventinnen und Absolventen geisteswissenschaftlicher oder juristischer Studiengänge beschränkt. Auch wenn Sie in den naturwissenschaftlichen Bereichen arbeiten, können Sie durch das Programm viel lernen. Gleiches gilt für Pädagoginnen und Pädagogen, Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer. Als Teilnehmer aus den Gesundheitswissenschaften war die IPS-Erfahrung für mich wertvoll. Ich denke, die Grundvoraussetzung ist, dass die Bewerberinnen und Bewerber sich für Staatstätigkeiten, bürgerschaftliches Engagement oder Basisarbeit interessieren. 

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