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28. Januar 2022

Bundeswehreinsatz im Irak (Beschlussempfehlung)

Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses (3. Ausschuss) zu dem Antrag der Bundesregierung - Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte - Stabilisierung sichern, Wiedererstarken des IS verhindern, Versöhnung in Irak fördern (Drucksachen 20/408(Dokument, öffnet ein neues Fenster) und 20/521(Dokument, öffnet ein neues Fenster))

  • Abstimmungsergebnis
  • Debatte

Gesamtergebnis, 736 Mitglieder

  • 553 ja
  • 110 nein
  • 1 enthalten
  • 72 nicht abg.

SPD
206 Mitglieder

  • 186 ja
  • 3 nein
  • 0 enthalten
  • 17 nicht abg.

CDU/CSU
197 Mitglieder

  • 177 ja
  • 0 nein
  • 0 enthalten
  • 20 nicht abg.

B90/Grüne
118 Mitglieder

  • 102 ja
  • 2 nein
  • 0 enthalten
  • 14 nicht abg.

FDP
92 Mitglieder

  • 87 ja
  • 0 nein
  • 1 enthalten
  • 4 nicht abg.

AfD
80 Mitglieder

  • 0 ja
  • 73 nein
  • 0 enthalten
  • 7 nicht abg.

Die Linke
39 Mitglieder

  • 0 ja
  • 30 nein
  • 0 enthalten
  • 9 nicht abg.

fraktionslos
4 Mitglieder

  • 1 ja
  • 2 nein
  • 0 enthalten
  • 1 nicht abg.

1 / 50

Name

Fraktion

Bundesland

Abstimmung

Der Bundestag hat sich am Freitag, 28. Januar 2022, einem Antrag der Bundesregierung zur Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte im Irak (20/408(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) zugestimmt. In namentlicher Abstimmung unterstützten 553 Abgeordnete die Mandatsverlängerung, 110 lehnten sie ab. Es gab eine Enthaltung. der Abstimmung lagen eine Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses (20/521(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) sowie ein Bericht des Haushaltsausschusses gemäß Paragraf 96 der Geschäftsordnung des Bundestages (20/522(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) zur Finanzierbarkeit zugrunde.

Antrag der Bundesregierung angenommen

Aufgrund des Beschlusses wird die Bundeswehr ihre Beteiligung am Einsatz gegen den „Islamischen Staat“ (IS) um neun Monate fortsetzen. Der deutsche Beitrag zum Fähigkeitsaufbau der regulären irakischen Streit- und Sicherheitskräfte sowie dazugehörige Unterstützungsleistungen werden den Angaben zufolge sowohl im Rahmen des Nato-Engagements im Irak als auch im Rahmen der internationalen Anti-IS-Koalition erbracht.

„Im Zuge der Verschiebung des Schwerpunktes der internationalen militärischen Rolle im Irak von Kampfhandlungen gegen IS hin zu vorrangig Fähigkeitsaufbau kommt dem Nato-Engagement im Irak eine zunehmende Bedeutung zu, entsprechend dem Wunsch der irakischen Regierung“, heißt es im Antrag. Ausgeschlossen sei indes der Fähigkeitsaufbau von Einheiten und Verbänden der sogenannten Volksmobilisierung („Popular Mobilization Forces“, PMF).

Nicht am unmittelbaren Kampf gegen den IS beteiligt

„Die Bemühungen um eine strukturelle Reform der irakischen Institutionen zur Eingliederung der PMF in die irakischen Sicherheitsstrukturen mit dem Ziel der effektiven und direkten Kontrolle der PMF-Kräfte durch die irakische Regierung sollen unterstützt werden“, schreibt die Bundesregierung.

Anders als „Operation Inherent Resolve“ der internationalen Anti-IS-Koalition sei die Nato-Mission im Irak weiterhin nicht am unmittelbaren Kampf gegen den IS beteiligt „und bringt kinetische Fähigkeiten ausschließlich zum Eigenschutz der eingesetzten Soldatinnen und Soldaten ein“.

Kosten von knapp 73 Millionen Euro

Im Rahmen der internationalen Anti-IS-Koalition soll die Bundeswehr weiterhin durch die Bereitstellung von Fähigkeiten zu Luftbetankung und Lufttransport, zur bodengebundenen Luftraumüberwachung und durch Stabspersonal sowie die Beteiligung an Awacs-Luftraumüberwachungsflügen beitragen. Diese Flüge, bei denen Daten für die internationale Anti-IS-Koalition gewonnen und weitergegeben werden, finden nur über dem Irak, im Luftraum von Nato-Staaten oder im internationalen Luftraum statt, versichert die Bundesregierung.

Die Personalobergrenze liegt unverändert bei bis zu 500 Soldatinnen und Soldaten. Die einsatzbedingten Zusatzausgaben werden für den Zeitraum des Mandats vom 1. Februar 2022 bis zum 31. Oktober 2022 auf knapp 73 Millionen Euro beziffert. (ahe/28.01.2022)

Reden zu diesem Tagesordnungspunkt

Özoguz, Aydan

Bundestagsvizepräsidentin

Aydan Özoğuz

Aydan Özoğuz

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Nanni, Sara

Bündnis 90/Die Grünen

Sara Nanni

Sara Nanni

© Sara Nanni/ Anne Hufnagel

Röttgen, Dr. Norbert

CDU/CSU

Norbert Röttgen

Norbert Röttgen

© Dr. Norbert Röttgen/ Axel Griesch

Trittin, Jürgen

Bündnis 90/Die Grünen

Jürgen Trittin

Jürgen Trittin

© Jürgen Trittin/ Laurence Chaperon

Röttgen, Dr. Norbert

CDU/CSU

Norbert Röttgen

Norbert Röttgen

© Dr. Norbert Röttgen/ Axel Griesch

Müller, Michael

SPD

Michael Müller

Michael Müller

© DBT / Inga Haar

Otten, Gerold

AfD

Gerold Otten

Gerold Otten

© Gerold Otten/ Loske

Lechte, Ulrich

FDP

Ulrich Lechte

Ulrich Lechte

© Ulrich Lechte/Petra Homeier

Nastic, Zaklin

Die Linke

Zaklin Nastic

Zaklin Nastic

© Zaklin Nastic/Konstantin Eulenberg

Erndl, Thomas

CDU/CSU

Thomas Erndl

Thomas Erndl

© Thomas Erndl/ Tobias Koch

Klinck, Dr. Kristian

SPD

Kristian Klinck

Kristian Klinck

© Kristian Klinck/ photothek

Özoguz, Aydan

Bundestagsvizepräsidentin

Aydan Özoğuz

Aydan Özoğuz

© Deutscher Bundestag / Stella von Saldern

Dokumente

  • 20/408 - Antrag: Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte - Stabilisierung sichern, Wiedererstarken des IS verhindern, Versöhnung in Irak fördern
    PDF | 221 KB — Status: 12.01.2022
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/521 - Beschlussempfehlung und Bericht: zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksache 20/408 - Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte - Stabilisierung sichern, Wiedererstarken des IS verhindern, Versöhnung in Irak fördern
    PDF | 196 KB — Status: 26.01.2022
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • 20/522 - Bericht: gemäß § 96 der Geschäftsordnung zu dem Antrag der Bundesregierung - Drucksachen 20/408, 20/521 - Fortsetzung des Einsatzes bewaffneter deutscher Streitkräfte – Stabilisierung sichern, Wiedererstarken des IS verhindern, Versöhnung in Irak fördern
    PDF | 179 KB — Status: 26.01.2022
    (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)
  • Fundstelle im Plenarprotokoll (Dokument, Link öffnet ein neues Fenster)

Beschluss

  • namentliche Abstimmung zu Beschlussempfehlung 20/521(Dokument, öffnet ein neues Fenster) (Antrag 20/408(Dokument, öffnet ein neues Fenster) annehmen)
  • 12:19:30: Beginn der Abstimmung
  • 13:02:24: Ende der Abstimmung
  • endgültiges Ergebnis
  • Gesamt: 664 Ja: 553 Nein: 110 Enthaltungen 1
  • Beschlussempfehlung 20/521(Dokument, öffnet ein neues Fenster) angenommen

Tagesordnung

Sitzungsverlauf

Weitere Informationen

  • Gebärdensprachvideo (mit UT) <div xmlns="http://www.coremedia.com/2003/richtext-1.0" xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink"><p>15. Sitzung, TOP 12: Bundes&amp;shy;wehr&amp;shy;ein&amp;shy;satz im Irak</p></div>

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Stand: 08.09.2026