14.03.2024 | Parlament

Lehramtsreferendarinnen und -referendare aus Münster zu Besuch bei der
SED-Opferbeauftragten

Das Bild zeigt eine Frau, die in einem Ausschussaal zu einer Gruppe von Menschen spricht.

Die SED-Opferbeauftragte im Austausch mit Lehramtsreferendarinnen und -referendare aus Münster. Dr. Axel Janowitz (li.), Referatsleiter beim Stasi-Unterlagen-Archiv im Bundesarchiv, moderierte das Gespräch. (Team Zupke)

Letzte Woche hat die SED-Opferbeauftragte Lehramtsreferendarinnen und -referendare aus Münster zu einem Austausch in den Deutschen Bundestag eingeladen. Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer reisten auf Einladung des Bildungsteams des Stasi-Unterlagen-Archivs nach Berlin. 

Das Stasi-Unterlagen-Archiv unterstützt seit vielen Jahren Lehrkräfte bei der zeitgemäßen Vermittlung von DDR-Geschichte im Unterricht. Im Mittelpunkt dieses Angebots stehen Informationen und Materialien zu Unterdrückung und Einschüchterung durch die Stasi sowie zu Opposition und Widerstand der DDR-Bevölkerung. Der Besuch im Deutschen Bundestag gab ihnen Einblicke in die Arbeit der Opferbeauftragten, mit welchen Anliegen sich die Betroffenen heute an die Bundesbeauftragte richten und welche Handlungsbedarfe sich daraus für die Politik ergeben. 

Das Foto zeigt einen Ausschussaal, in dem eine Gruppe von Menschen sitzt und sich unterhalten.

Zu Besuch waren Referendarinnen und Referendare aus drei Fachseminare der Geschichte des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) Münster. Die Fachseminarleitungen Klaus Brenken, Karin Kupferschmidt und Carsten Rothaus begleiteten die Gruppe. (Team Zupke)

Die SED-Opferbeauftragte zeigte sich vom großen Interesse der Referendarinnen und Referendare und ihrer Empathie für die Anliegen der Opfer beeindruckt: „Um die Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur und insbesondere mit den Schicksalen der Opfer in den Schulen zu stärken, sind die Lehrkräfte von zentraler Bedeutung. Ich bin dankbar, wenn ich sehe, auf wieviel Interesse das Thema bei den angehenden Lehrerinnen und Lehrern stößt. Aus meiner Sicht ist die Politik gefragt, die Strukturen weiter zu verbessern. Hierbei geht es um Fragen, wie die Finanzierung von Gedenkstättenfahrten, Zeitzeugenprojekten und ganz praktisch darum, dass das Thema “SED-Diktatur„ endlich prüfungsrelevant wird.“

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