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Presse

Bundesregierung begründet Standortwahl für Logistikzentrum

Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit/Antwort - 16.04.2021 (hib 500/2021)

Berlin: (hib/CHB) Zum geplanten Logistikzentrum Konrad am Standort des ehemaligen Atomkraftwerks Würgassen (Nordrhein-Westfalen) äußert sich die Bundesregierung in der Antwort (19/27858) auf eine Kleine Anfrage (19/27475) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Das Logistikzentrum nehme eine zentrale Rolle in der Entsorgungskonzeption des Bundes für schwach- und mittelradioaktive Abfälle ein, schreibt die Bundesregierung. Mit dem Zentrum werde es möglich sein, die schwach- und mittelradioaktiven Abfallgebinde, die derzeit über ganz Deutschland verteilt in zahlreichen Zwischenlagern untergebracht seien, sicher und schnell in das Endlager Konrad zu verbringen und so die radioaktiven Abfälle dauerhaft aus der Biosphäre zu entfernen.

In seiner grundsätzlichen Konzeption unterscheide sich das Logistikzentrum am Standort Würgassen weder technisch noch genehmigungsrechtlich von anderen Einrichtungen, in denen schwach- und mittelradioaktive Abfälle aufbewahrt würden, heißt es weiter. Auf die Frage, warum für die Standortfindung kein transparentes Verfahren unter Abwägung aller Kriterien und Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt worden sei, antwortet die Bundesregierung, dass die Festlegung eines entsprechenden Standorts in keiner Weise mit dem Standortauswahlverfahren für ein Endlager mit entsprechender Beteiligung der Öffentlichkeit vergleichbar sei.