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Presse

Humanitärer Bedarf in Afghanistan gestiegen

Auswärtiges/Antwort - 26.04.2021 (hib 551/2021)

Berlin: (hib/AHE) Der humanitäre Bedarf in Afghanistan ist nach Angaben des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) von 611,8 Millionen US-Dollar im Jahr 2019 auf 1,3 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr angestiegen. Wie die Bundesregierung in der Antwort (19/28361) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/26752) schreibt, habe die Covid-19-Pandemie und deren Auswirkungen in allen Sektoren nochmals zu einer erheblichen Verschärfung der humanitären Lage geführt. „Sie ist durch bewaffnete Konflikte, Binnenvertreibungen, Flüchtlingsbewegungen sowie die Folgen regelmäßig auftretender Naturkatastrophen wie Dürren, Überschwemmungen und Erdbeben ohnehin bereits prekär.“ Die Zahl der Bedürftigen habe gegenüber dem Vorjahr von 14,5 auf 18,4 Millionen Menschen zugenommen. 59 Prozent der Haushalte verfügten nach Auskunft des Welternährungsprogramms (WEP) über ein gegenüber dem Vorjahr vermindertes Einkommen. In Folge des allgemeinen Wirtschaftsabschwungs sei es zu einem Wegfall von Einkommensmöglichkeiten, insbesondere im informellen Sektor, gekommen.