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Presse

Corona-Pandemie lässt Ausbildungsmarkt weiter schrumpfen

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Unterrichtung - 08.06.2021 (hib 760/2021)

Berlin: (hib/SAS) Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge ist 2020 erstmalig seit 1992 unter 500.000 gesunken. Das geht aus dem Berufsbildungsbericht 2021 hervor, den die Bundesregierung als Unterrichtung vorgelegt hat (19/30295).

Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge sank demnach um elf Prozent auf 467.500. Rückgänge ergaben sich in nahezu allen Bereichen. Insbesondere aber Industrie und Handel seien von Rückgängen merklich betroffen gewesen, schreibt die Bundesregierung. Im Bereich Landwirtschaft sei hingegen ein geringfügiger Anstieg verzeichnet worden.

Die Zahl der Ausbildungsanfänger sank damit ebenfalls deutlich um 40.700. Dies sei ein Rückgang um 5,6 Prozent. Zuwächse konnten laut Bericht allein schulische Ausbildungsgänge in Berufen des Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesens verzeichnen. Auch stieg die Zahl derjenigen, die eine Hochschulzugangsberechtigung erwarben.

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich zudem das Angebot an Ausbildungsstellen um 8,8 Prozent auf 527.400. Die Nachfrage sank um 9,6 Prozent auf 496.800. Dem Bericht zufolge standen Ende September 2020 den 59.900 unbesetzten Ausbildungsstellen 29.300 gänzlich unversorgte Bewerber gegenüber. Dies bedeute einen Zuwachs von 19,7 Prozent, so die Bundesregierung. Die Zahl der ausbildenden Betriebe sei im Berichtsjahr 2019 leicht um 1.500 beziehungsweise 0,4 Prozent zurückgegangen. Dies gehe vor allem auf den Rückgang an ausbildenden Kleinstbetrieben zurück, heißt es im Bericht weiter.