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Presse

Fünfter „Geo-Fortschrittsbericht“ vorgelegt

Inneres und Heimat/Unterrichtung - 05.07.2021 (hib 867/2021)

Berlin: (hib/STO) Als Unterrichtung (19/30737) liegt der fünfte „Bericht der Bundesregierung über die Fortschritte zur Entwicklung der verschiedenen Felder des Geoinformationswesens im nationalen, europäischen und internationalen Kontext“ vor. Wie die Autoren in diesem „Geo-Fortschrittsbericht“ darlegen, sind Geoinformationen „allgegenwärtig“. Dies offenbare sich bei der Nutzung von Navigationssystemen, Standortdiensten auf dem Smartphone und den immer häufiger eingesetzten Dashboards, die Sachverhalte mit Hilfe von Karten online visualisieren. Weniger bekannt sei, dass auch die an Handelsgütern angebrachten EAN-Strichcodes oder die Stempel-Kennzeichnung von Hühnereiern Geoinformationen enthalten.

Aktuell sind Geoinformationen laut Vorlage „unverzichtbare Werkzeuge zur Bewältigung der Krisen rund um das Corona-Virus“. Die Georeferenzierung beispielsweise von Krankenhäusern, Arztpraxen, Supermärkten, Verkehrswegen in Verbindung mit demografischen Daten wie Bevölkerungsdichte und Altersstruktur helfe Politik und Verwaltung, sachgerechte Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu planen und umzusetzen.

Innerhalb der vergangenen 50 Jahre hat das Geoinformationswesen dem Bericht zufolge eine bemerkenswerte Entwicklung erfahren. Die Computerisierung habe der Wirtschaft und den Bürgern immer bessere, teils automatisierte Zugänge zu den Geodaten ermöglicht. Die Verbreitung von Mobilgeräten, die den Nutzern einen großen Teil ihrer Dienste auf der Basis des Standortes anbieten, habe die Verwendung von Geodaten exponentiell anwachsen lassen. Die Vernetzung über das Internet habe dazu geführt, dass OpenStreetMap entstehen konnte: Mittlerweile fast drei Millionen Freiwillige sammelten weltweit Geodaten, bereiteten diese auf und böten sie jedermann zur Nutzung als Open Data an.

Wegen der Durchdringung aller Lebensbereiche mit Geoinformationen „würde eine voll umfängliche Darstellung des Fortschritts des Geoinformationswesens im nationalen, europäischen und internationalen Kontext den Rahmen dieses Berichts sprengen“, heißt es in der Unterrichtung weiter. Der Bericht, zu dessen Entstehen 30 Behörden, Institutionen und Gruppen aus Bund, Ländern, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft beigetragen haben, zeige daher „anhand vieler Beispiele eine Rundumsicht auf die Ergebnisse der Arbeit der letzten Jahre“.