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Presse

Berichte über sexuellen Missbrauch in der WHO

Gesundheit/Antwort - 13.07.2021 (hib 893/2021)

Berlin: (hib/STO) Um Berichte über sexuellen Missbrauch in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht es in der Antwort der Bundesregierung (19/31395) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/30859). Wie die Fraktion darin ausführte, berichteten danach mehr als 50 Frauen, von Mitarbeitern der WHO und anderer Hilfsorganisationen sexuell ausgebeutet und missbraucht worden zu sein. Diese seien ursprünglich „zur Behebung der Missstände in westafrikanische Ebola-Gebiete entsandt“ worden.

In ihrer Antwort betont die Bundesregierung, sich gegen alle Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs, Belästigung, Missbrauch von Autorität und Korruption einzusetzen und in all diesen Fällen eine „Nulltoleranz“-Haltung zu vertreten. Sie nehme die Vorwürfe sehr ernst und setze sich für deren lückenlose Aufklärung ein. Auch fordere sie Präventionsmaßnahmen, um sexuellen Missbrauch gar nicht erst entstehen zu lassen.

Wie die Bundesregierung weiter ausführt, hat sie gemeinsam mit einer Vielzahl anderer Ländern nach dem ersten Bekanntwerden der Vorwürfe öffentlich unmittelbare Aufklärungsmaßnahmen durch die WHO eingefordert. Auch aufgrund dieser Einlassungen im Exekutivrat und anlässlich der fortgesetzten Weltgesundheitsversammlung im November 2020 habe die WHO eine unabhängige Kommission zur Aufklärung der Fälle eingesetzt und die Überarbeitung ihrer Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung von sexuellem Missbrauch veranlasst.

„Die Untersuchungen zu den Vorwürfen dauern an“, heißt es in der Antwort vom 5. Juli weiter. Der diesbezügliche Bericht der unabhängigen Kommission werde für Ende August dieses Jahres erwartet.