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Presse

Italienische Organisierte Kriminalität in Deutschland

Inneres und Heimat/Antwort - 10.09.2021 (hib 1013/2021)

Berlin: (hib/STO) Im Jahr 2020 sind laut Bundesregierung 770 Personen als mutmaßliche Mitglieder von Gruppierungen der Italienischen Organisierten Kriminalität (IOK) in Deutschland zugerechnet worden. Wie aus der Antwort der Bundesregierung (19/32208) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/31923) weiter hervorgeht, wurden vergangenes Jahr 505 Personen als mutmaßliche Mitglieder der Ndrangheta in Deutschland zugerechnet und 101 Personen als mutmaßliche Mitglieder der Camorra in Deutschland. 109 Personen wurden den Angaben zufolge als mutmaßliche Mitglieder der Cosa Nostra in Deutschland zugeordnet, 30 Personen als mutmaßliche Mitglieder der Stidda und 16 Personen als mutmaßliche Mitglieder der Apulischen OK in Deutschland.

Wie die Bundesregierung ferner ausführt, lagen im Jahr 2016 Erkenntnisse zu mehr als 550 Personen als mutmaßliche Mitglieder von Gruppierungen der IOK in Deutschland vor. Der Anstieg der Zahlen bedeute nicht zwangsläufig, dass mehr Personen der IOK nach Deutschland gekommen sind. Die Gründe für diesen Anstieg lägen unter anderem darin, „dass die in Deutschland ansässigen Personen besser erkannt wurden und das Dunkelfeld besser durch intensivierte polizeiliche Aktivitäten aufgehellt wurde“.