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Presse

Wolfsbestand bundeseinheitlich erfassen und regulieren

Ernährung und Landwirtschaft/Antrag - 27.01.2022 (hib 34/2022)

Berlin: (hib/NKI) Die AfD-Fraktion fordert in einem Antrag (20/515), den Anstieg des Wolfsbestandes zu regulieren. Die vom Bund und den Ländern erhobenen Daten sollten künftig schneller, transparenter und nachvollziehbarer zusammengeführt und die Wolfsbestände in Deutschland realitätsgetreu beziffert werden. Zudem sei eine bundeseinheitliche Regelung für eine zeitnahe und vollständige Entschädigung von Wolfsrissen sowie eine Beweislastumkehr bei der Rissbegutachtung zu Gunsten der Geschädigten zu erarbeiten, fordert die Fraktion. Der Antrag soll am Donnerstag ohne Aussprache zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft überwiesen werden.

Wie die Fraktion in dem Antrag ausführt, habe der Wolfsbestand in Deutschland zugenommen. Das starke Anwachsen des Wolfsbestands und die steigenden Schäden an Nutztieren seien mittlerweile eine ernste Bedrohung für den Fortbestand der artgerechten Weidetierhaltung.

Laut Angaben der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) habe es im Monitoringjahr 2020/21 in Deutschland 157 Wolfsrudel, 27 Wolfspaare und 19 sesshafte Einzeltiere gegeben, führt die Fraktion aus. Die Zahl der von Wölfen getöteten Nutztiere habe sich trotz zunehmender Herdenschutzmaßnahmen innerhalb von nur zwei Jahren fast verdoppelt. Im Jahr 2020 seien etwa 4.000 Wolfsrisse gezählt worden.