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Presse

Regierung sieht mehrere Ursachen für hohe Erdgaspreise

Klimaschutz und Energie/Antwort - 09.03.2022 (hib 94/2022)

Berlin: (hib/MIS) Die Ursachen der hohen Preissteigerungen auf dem Gasmarkt sind nach Auffassung der Bundesregierung vielfältig. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (20/869) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (20/646) hervor.

So habe im vergangenen Sommer dem europäischen Markt weniger Gas zur Verfügung gestanden, weil unter anderem in Asien aufgrund der anziehenden Konjunkturlage bessere Preise für Flüssigerdgas (LNG) erzielt wurden. Gleichzeitig sei mehr Gas zur Verstromung eingesetzt worden und die Wiederbelebung der Wirtschaft nach der Pandemie habe zu einem gestiegenen Bedarf an Erdgas geführt.

Die Bundesregierung habe beobachtet, dass die Gasanbieter unterschiedlich darauf reagierten. Norwegische Lieferanten hätten ihr Angebot erhöht. Gazprom habe nur die langfristigen Lieferverträge erfüllt und ab November den Handel für kurz- und mittelfristige Lieferprodukte auf seiner Handelsplattform ESP eingestellt. Zusätzliche Mengen wurden den deutschen Händlern auch im Winter von Gazprom nicht angeboten, einzelne Erdgasspeicher wurden nicht vollständig befüllt, so die Bundesregierung in ihrer Antwort.