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Presse

Union will schnelleren Aufbau der LNG-Infrastruktur

Klimaschutz und Energie/Antrag - 06.04.2022 (hib 164/2022)

Berlin: (hib/MIS) In ihrem Antrag (20/1341) „LNG-Infrastruktur in norddeutschen Häfen schneller aufbauen“ fordert die Unionsfraktion die Bundesregierung zu mehr Tempo bei der Herstellung einer Infrastruktur für Energieimporte auf. Der Antrag soll am Donnerstag erstmalig im Bundestag beraten werden.

Verflüssigtes Gas (LNG) könne eine Alternative zu russischem Gas sein, führt die Fraktion aus. Deutschland habe jedoch keine Terminals, in denen Gasschiffe entladen werden können. Derzeit stehen LNG-Terminals in Stade, Wilhelmshaven und Brunsbüttel zur Diskussion, die aber erst in einigen Jahren betriebsbereit werden. Eine solche lange Dauer könne sich Deutschland nicht leisten. Die Bundesregierung soll daher dafür sorgen, dass systemrelevante LNG-Terminals und Anlagen für schwimmende Einheiten bis Ende 2022 in Betrieb genommen werden oder mit deren Bau begonnen werden kann und dafür die Möglichkeiten der Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung nutzen. Außerdem sollen unverzüglich drei schwimmende Terminals gechartert und in einem Turbo-Verfahren die Voraussetzungen geschaffen werden, sie bereits im Winter 2022/23 einsetzen zu können.

Mehr Tempo gelte auch beim Markthochlauf von Wasserstoff: Für den Transport von Wasserstoffderivaten böten sich Seeverkehr und Pipelinetransport an. Der Vorteil von Wasserstoff sei, dass dieser direkt in vorhandene Gasinfrastruktur eingespeist werden könne. Die Flüssiggas-Infrastruktur von morgen sei die Wasserstoff-, E-Fuel - und Biokraftstoff-Infrastruktur von übermorgen.