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Presse

AfD: „Völkermord an den Jesiden“ anerkennen und verurteilen

Auswärtiges/Antrag - 31.05.2022 (hib 275/2022)

Berlin: (hib/AHE) Die Fraktion der AfD setzt sich in einem Antrag (20/2033) für die „Anerkennung und Verurteilung des Völkermordes an den Jesiden“ ein. „Am 3. August 2014 überfielen die Terrormilizen des sogenannten Islamischen Staates (IS) mitsamt ihrer Unterstützer die hauptsächlich von Jesiden bewohnte Region Sindschar im Nordirak und leiteten damit einen Massenmord ein“, schreiben die Abgeordneten. Die gezielte Gewalt habe dazu gedient, die Präsenz religiöser Minderheiten im Irak vollständig auszulöschen, insbesondere die der Jesiden, die vom IS als Teufelsanbeter verschrien worden seien. Die Terroristen hätten diejenigen hingerichtet, die sich weigerten, zu konvertieren, und unzählige Schreine, Kirchen, Tempel und andere kulturelle Stätten zerstört. Etwa 5.000 Jesiden seien ermordet und in Massengräbern verscharrt worden, mehr als 7.000 Menschen, vor allem Mädchen und junge Frauen, seien versklavt, vergewaltigt und verkauft worden. Vor dem IS-Überfall hätten etwa 600.000 Jesiden in der Sindschar-Region gelebt, nach der Vertreibung durch die Dschihadisten nur noch rund 40.000.

Die Abgeordneten fordern die Bundesregierung auf, „den Völkermord an den Jesiden im August 2014 anzuerkennen“ und sich auch für eine entsprechende UN-Resolution einzusetzen. Außerdem solle sie die „Taten des Islamischen Staates (IS) beim Völkermord an den Jesiden und all derer, die den IS dabei unterstützt haben, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ verurteilen.