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Presse

Union fordert Stärkung der beruflichen Bildung

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Antrag - 23.06.2022 (hib 323/2022)

Berlin: (hib/DES) Angesichts des drohenden Fachkräftemangels fordert die Union in einem Antrag (20/2340) die Stärkung der beruflichen Bildung. Die Bundesregierung solle eine nationale Offensive in der Berufsorientierung starten und den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR), der die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung feststellen soll, überarbeiten. Der Bundestag wird sich am Donnerstag in einer Plenardebatte zur Beruflichen Bildung mit dem Antrag befassen.

Während die Zahl der Studierende in Deutschland seit Jahren steigt, seien zwischen 2007 und 2020 das Ausbildungsangebot um ein Fünftel und die entsprechende Nachfrage um ein Viertel gesunken. Der Mangel an ausgebildeten Fachkräften werde sich in Zukunft noch verstärken. Daher sei es wichtig, die berufliche Bildung durch eine nationale Offensive zu stärken. Dies könne unter anderem dadurch geschehen, „digitale Angebote stärker mit bestehenden Lernplattformen zu verknüpfen“.

Durch den seit 2013 geltenden DQR solle eigentlich die Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen gewährleistet werden. Ein Meisterbrief bzw. Technikertitel entspreche laut DQR einem Bachelorabschluss. Trotz dieser Regelungen gebe es „erhebliche Unterschiede bei der Vergütung und dem Zugang zum Arbeitsmarkt“. Durch eine gemeinsame Überarbeitung des DQR mit den Ländern solle der DQR „von einem reinen Transparenzinstrument zu einer verbindlichen Maßeinheit werden“, so die Antragsteller.