14.10.2022 Ernährung und Landwirtschaft — Kleine Anfrage — hib 555/2022

AfD thematisiert Zulassung von Laborfleisch

Berlin: (hib/NKI) Eine mögliche Markteinführung von Laborfleisch oder In-Vitro-Fleisch thematisiert die AfD-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (20/3886). Die Bundesregierung wird unter anderem danach gefragt, wie viele Unternehmen aktuell an der Weiterentwicklung von „zellkultiviertem Fleisch“ arbeiten, wie viele Firmen es seien und wo die Unternehmenssitze gemeldet seien. Zudem wird danach gefragt, ob einzelne Unternehmen bereits Anträge gestellt hätten, den Verkauf von im Labor hergestellten Fleisch zuzulassen. Außerdem will die AfD wissen, ob die Bundesregierung Forschungsprojekte fördere, die sich mit der Herstellung von Laborfleisch beschäftigen.

Singapur habe im Jahr 2020 als erstes Land weltweit die Herstellung von Fleisch aus Zellkulturen zugelassen. In der EU unterliege Laborfleisch als neuartiges Lebensmittel der Novel-Food-Verordnung und müsse eine Reihe von Kriterien erfüllen, um auf dem europäischen Markt verkauft werden zu können. Bis zum ersten Quartal des Jahres 2022 sei jedoch noch kein Antrag eines Unternehmens auf Zulassung von zellkultiviertem Fleischersatz bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eingereicht worden, heißt es in der Kleinen Anfrage.

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