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Presse

20. Juni 2022

Wiederinbetriebnahme der Kunst-am-Bau-Installation „Auf und ab und unterwegs“ von Christiane Möbus im Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages

Der Deutsche Bundestag und die Stiftung für Kunst und Kultur Bonn e.V. teilen mit:

In einem Kooperationsprojekt haben die Stiftung für Kunst und Kultur Bonn e.V. und der Deutsche Bundestag die Installation „Auf und Ab und Unterwegs“ der Künstlerin Prof. Christiane Möbus in der Halle von Haus 1 des Jakob-Kaiser-Hauses ertüchtigt.

Auf Initiative des damaligen Bundestagsvizepräsidenten Thomas Oppermann hatte das Präsidium des Deutschen Bundestages beschlossen, die Kunst-am-Bau-Installation mit Unterstützung der Stiftung wieder in Betrieb zu nehmen. Der Vorstand der Stiftung hat daraufhin die notwendigen finanziellen Voraussetzungen geschaffen und die Wiederinstandsetzung ermöglicht. In diesem Zusammenhang gilt besonderer Dank Jim Swartz und weiteren ungenannten Mitgliedern der Stiftung.

Im Rahmen von Kunst- und Architekturführungen kann das Auf- und Ab-Schweben der Rennachter-Boote der Installation nun wieder erlebt werden. 

Über die Installation: 

In der Halle von Haus 1 des Jakob-Kaiser-Hauses lässt die Künstlerin Christiane Möbus vier Ruderboote, Rennachter, in den Farben Gelb, Rot, Blau und Schwarz auf- und abschweben. Jedes Boot folgt in der Auf- und Abwärtsbewegung einem eigenen Rhythmus, so dass sich fortwährend neue Konstellationen der Boote zueinander ergeben. Sie spielen auf die in Berlin allgegenwärtige Fluss- und Seenlandschaft an. Sie verweisen aber zugleich auf die Bootsrennen zwischen Oxford und Cambridge, den Sinnbildern des demokratischen Wettbewerbs unter Gleichen. So erzeugt der tänzerische Rhythmus der starkfarbigen Boote in der großzügigen Halle nicht nur eine beschwingte Stimmung und verbindet Sport und Spiel, sondern symbolisiert – im Haus der Fraktionen – überdies die Lebendigkeit und Fairness des politischen Wettstreites.

Über diese Ebenen hinaus ist das Boot auch eine uralte Metapher für den Lebensweg des Menschen, seine Gefährdung durch das Verlassen der Sicherheit des Hafens und seine Hoffnung auf eine sichere Ankunft. Auch dieser tiefere Sinn klingt im Spiel der Boote an und hat mit dem Schicksal der Bootsflüchtlinge schmerzhafte Aktualität gewonnen. 

Die Künstlerin Christiane Möbus wurde 1947 in Celle geboren, lebt und arbeitet in Hannover und Berlin und hatte nach Professuren in Hamburg, Braunschweig und Göteborg bis zu ihrer Emeritierung eine Professur an der Universität der Künste Berlin inne.