19. Januar 2024 Presse

Bundestag gedenkt am 31. Januar der Opfer des Nationalsozialismus

Der Deutsche Bundestag gedenkt am Mittwoch, dem 31. Januar 2024, der Opfer des Nationalsozialismus. Die Gedenkstunde im Plenarsaal, die um 10 Uhr beginnt, thematisiert in diesem Jahr die generationenübergreifende Aufarbeitung des Holocaust.

Redner in diesem Rahmen werden Eva Szepesi, die als Kind das Vernichtungslager Auschwitz überlebt hat, und der Journalist Marcel Reif sein, der für die sogenannte zweite Holocaust-Generation spricht und dessen Vater die Schoa überlebte. Zu Beginn der Gedenkstunde wird Bundestagspräsidentin Bärbel Bas eine kurze Ansprache halten.

Das musikalische Programm der Gedenkstunde wird durch Studierende der Universität der Künste Berlin gestaltet. Es umfasst Werke der Komponisten Ferenc Weisz, der 1944 in Auschwitz ermordet wurde, Günther Raphael (1903-1969), der in Deutschland die Entdeckung fürchten musste, und Rosy Wertheim (1888-1949), die die Verfolgung versteckt in den Niederlanden überlebte.

Jugendbegegnung

Die Weitergabe der Erinnerungen an die nationalsozialistische Verfolgung in Familie und Gesellschaft ist auch das Thema der Jugendbegegnung des Deutschen Bundestages, die vom 28. bis 31. Januar stattfinden wird.

Auf deren Programm, das sich an in diesem Themenbereich bereits engagierte junge Erwachsene richtet, stehen Gespräche, Workshops und Filmvorführungen sowie Besuche mehrerer Mahn- und Gedenkstätten sowie der „Arolsen Archives“ im nordhessischen Bad Arolsen. Am 31. Januar werden die Teilnehmer der Jugendbegegnung der Gedenkstunde des Bundestages beiwohnen und anschließend, im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Bundestagspräsidentin Bas und den beiden Gastrednern der Gedenkstunde sprechen (Beginn 14 Uhr im Jakob-Kaiser-Haus, Saal 1.302).

Für Medienvertreter mit gültiger Akkreditierung (www.bundestag.de/akkreditierung) besteht die Möglichkeit, von den Tribünenplätzen aus sowohl die Gedenkstunde als auch die o.g. Podiumsdiskussion zu verfolgen. Beide Veranstaltungen werden live auf www.bundestag.de und im Parlamentsfernsehen übertragen.

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