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Presse

20. April 2021

Verteidigungsausschuss für schnelle Unterstützung der Ortskräfte nach dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan

Mit dem Entschluss der Biden-Administration, das US-Militär bis spätestens September dieses Jahres nach 20-jährigem Engagement aus Afghanistan abzuziehen, wird auch der Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch enden.

Für den Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages äußert sich dazu dessen Vorsitzender Wolfgang Hellmich MdB:

„Als vor 20 Jahren, im Nachgang zu den Anschlägen am 11. September 2001, erstmals der Bündnisfall nach Artikel 5 des NATO-Vertrages ausgelöst wurde, begab sich auch die Bundeswehr gemeinsam mit den USA und anderen Bündnispartnern in den bisher bei weitem schwierigsten Einsatz ihrer Geschichte. Nach zwei Dekaden ist nun der Zeitpunkt gekommen, diesen Einsatz gemeinsam zu beenden. Die Erfolge in Afghanistan wären ohne die Vermittlung und Unterstützung vieler Afghaninnen und Afghanen vor Ort niemals möglich gewesen. Sie waren stets fest überzeugt vom Ziel des NATO-Einsatzes und einer friedlichen Zukunft Afghanistans. Es ist nun an der Zeit, jene zu unterstützen, die uns damals wie heute unterstützen.“

Zu den derzeit noch etwa 350 in Afghanistan befindlichen sogenannten Ortskräften mahnt der Verteidigungsausschuss an:

„Nach der kurzfristigen Entscheidung der US-Administration brauchen wir nun eine schnelle Lösung zur Unterstützung der Ortskräfte und ihrer Familien. Und das, noch bevor die Bundeswehr aus Afghanistan abgezogen ist.“