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Hans-Peter Friedrich er­öffnet Aus­stellung zum „Hu­man Brain Project

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„Es ist der Tag nicht fern, da mag die Rechenleistung der Maschinen besser sein als die Rechenleistung des Gehirns“, prophezeite Bundestagsvizepräsident Dr. Hans-Peter Friedrich während der Eröffnung der Ausstellung „Faszination Gehirn – das Human Brain Project am Mittwoch, 27. November 2019, im Paul-Löbe-Haus des Bundestages. Noch aber sei „nichts faszinierender, geheimnisvoller und komplexer als das menschliche Gehirn“, ergänzte er.

Das Gehirn als Teil der Gesellschaft

Die Ausstellung, die von Donnerstag, 28. November, bis Donnerstag, 19. Dezember 2019, besichtigt werden kann, vermittelt neueste Erkenntnisse aus der Forschung und demonstriert die Komplexität des Gehirns in spektakulären wissenschaftlichen Bildern und Filmen. Die Exponate zeigen, wie rechenintensive Methoden auf leistungsstarken Computern zu neuen Erkenntnissen für die Neurowissenschaften führen. Sie stellen aktuelle Entwicklungen in der Medizin, im Computing, in der künstlichen Intelligenz und in der Neurorobotik vor. Ethische Überlegungen und Analysen begleiten das Projekt dabei von Beginn an. Als Teil des Körpers und des Individuums werde das Gehirn auch zum Teil der Gesellschaft und damit zu einem Phänomen, das in seiner ganzen sozialen Dimension verstanden werden müsse, betonte Prof. Dr. med. Katrin Amunts, Direktorin des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin am Forschungszentrum Jülich, die in die Ausstellung einführte. 

Neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt die Ausstellung auch Einblicke in den Aufbau der einzigartigen Forschungsinfrastruktur des Human Brain Projects, mit der eine Basis für dauerhafte Zusammenarbeit von Wissenschaftlern über alle Grenzen hinweg geschaffen wird. Die Partnerschaft von Hirnforschung und modernsten Informationstechnologien bereitet so den Weg, um die Komplexität des Gehirns zu entschlüsseln.

Das „Human Brain Project

Das „Human Brain Project“ geht den Fragen nach, wie das menschliche Gehirn funktioniert und was seine besondere Leistungsfähigkeit ausmacht, wie es zu Erkrankungen kommt und was dagegen unternommen werden kann, was man aus der Hirnforschung für künstliche Intelligenz, neue Supercomputer oder Robotik lernen kann und wie diese Techniken dazu beitragen, eines der größten Geheimnisse der Menschheit zu lüften.

Das Projekt setzt an der Schnittstelle von Neurowissenschaft, Medizin und Technologie an und bringt Expertenwissen aus 131 europäischen Partnerinstitutionen aus 19 Ländern zusammen. Das europäische Flaggschiff-Projekt ist mit einer Milliarde Förderungssumme eines der größten jemals von der EU finanzierten Projekte. Deutsche Forscher sind an zentraler Stelle beteiligt.

Wie der Blick ins Universum 

Während seines Grußworts bei der Eröffnung der Ausstellung hob der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel (CDU), insbesondere die „Chancen für ganz grundlegende neue Erkenntnisse für die Medizin“ hervor. So stelle die Arbeit des Projekts wegweisende Ergebnisse etwa für die Therapie von Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson in Aussicht. 

Der Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) verglich den Blick in die Binnenstrukturen des Gehirns mit dem Blick ins Universum – beides hätte identitätsstiftenden Charakter für den Menschen, betonte er. Auch zeigte er sich glücklich, dass in der Ausstellung „die ethische Dimension mitverhandelt wurde“, die insbesondere etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz immer deutlicher eine Rolle spiele.

Die Ausstellung kann nach vorheriger Anmeldung im genannten Zeitraum besichtigt werden (Telefon: 030/227-38883, E-Mail: ausstellungen@bundestag.de, online: www.bundestag.de/parlamentarische_ausstellung). Erforderlich ist die Angabe des Vor- und Zunamens, des Geburtsdatums sowie des Datums und der Uhrzeit des gewünschten Besuchstermins. Zum Einlass am Eingang West des Paul-Löbe-Hauses (Konrad-Adenauer-Straße 1 in Berlin-Mitte) muss ein Personaldokument mitgebracht werden. (ste/vom/27.11.2019)

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