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Schäuble: Wahnsinns­taten geschehen nicht im luftleeren Raum

Porträtaufnahme eines Mannes in einem dunklen Anzug

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble

© Büro Wolfgang Schäuble

Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble trauert mit den Angehörigen der bei einer Gewalttat am 19. Februar in Hanau Ermordeten und wünscht den Verletzten möglichst schnelle körperliche Genesung. „Die seelischen Verletzungen werden bleiben. Die offene Gesellschaft ist vor mörderischen Angriffen wie in Hanau nie hundertprozentig zu schützen“, erklärte der Bundestagspräsident am Donnerstag, 20. Februar 2020.

„Aber solche Wahnsinnstaten geschehen nicht im luftleeren Raum, sie wachsen in einem vergifteten gesellschaftlichen Klima, in dem auf übelste Weise Fremdenfeindlichkeit und abwegigste Verschwörungstheorien geschürt werden, bis Minderheiten als Bedrohung empfunden werden und Diskriminierung in zügellosen Hass umkippt. Sich dem nicht zu beugen, dafür tragen wir alle Verantwortung, Politik und gewählte Repräsentanten in besonderem Maße. Herausforderungen und damit einhergehende Konflikte dürfen wir nicht beschweigen, aber wie wir darüber politisch diskutieren, um Wege für ein menschliches Miteinander zu finden, bestimmt mit darüber, solchen offensichtlich rassistischen Taten vorzubeugen. Gelingt uns das nicht, machen wir uns mitschuldig.“ (20.02.2020)

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