19.03.2024 | Parlament

Besuch in Hoheneck

Auf dem Foto sind eine Frau und ein Mann abgebildet, die in einem dunklen Raum schauen.
Das Bild zeit den Innenhof eines Gefängnisses. Eine Frau und drei Männer laufen durch den Innenhof.
Das Bild zeigt eine Mauer, an der sich Stacheldraht befindet. An der Mauer befindet sich eine Laterne. Hinter der Mauer befindet sich ein grüne, hügelige Landschaft und ein paar Bäume.
Das Foto zeigt eine Frau in einem leeren Raum. Hinter ihr ist eine offene Gefängniszellentür

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Die SED-Opferbeauftragte wird durch die Gedenkstätte der Frauenhaftanstalt Hoheneck geführt und schaut sich die Gefängniszellen an. (Team Zupke)

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Die SED-Opferbeauftragte schaut sich den Innenhof des ehemaligen Frauengefängnisses an. (Team Zupke)

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(Team Zupke)

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Ein Blick hinter die Mauer des ehemaligen DDR-Frauenzuchthaus Burg Hoheneck. (Team Zupke)

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(Team Zupke)

Am 19. März 2024 besuchte die SED-Opferbeauftragte die Stadt Stollberg, um sich beim Oberbürgermeister der Stadt, Marcel Schmidt, und bei einem Besuch in den zukünftigen Räumen der Gedenkstätte über den aktuellen Stand der Entwicklung der neuen Dauerausstellung im ehemaligen DDR-Frauengefängnis auf Burg Hoheneck zu informieren. Evelyn Zupke zeigte sich beim Besuch beeindruckt von dem langjährigen Engagement der Stadt Stollberg. Für die Bundesbeauftragte ist es nicht selbstverständlich, dass eine Kommune sich für ein solches Projekt so umfassend auch mit großen finanziellen Mitteln einsetzt. Für die weitere Entwicklung ist der SED-Opferbeauftragten eine enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Fördermittelgebern Land und Bund unter enger Einbeziehung der ehemals inhaftierten Frauen wichtig.

Die Haftanstalt Hoheneck war von 1952 bis 1989 das zentrale Frauengefängnis in der ehemaligen DDR. Rund 8000 der insgesamt ca. 30.000 weiblichen politischen Häftlinge der DDR wurden in Hoheneck inhaftiert. Diese Frauen waren vor allem wegen Republikflucht, Fluchtversuch oder Mitwisserschaft im SED-Staat verurteilt worden.

Seit Beginn ihrer Amtszeit 2021 setzt sich Evelyn Zupke dafür ein, das Leid auch der weiblichen politischen Häftlinge und den Widerstand von Frauen in der DDR stärker als bisher in den Blick zu nehmen und zu würdigen. Die Entwicklung der „Gedenkstätte Frauenhaftanstalt Hoheneck“ kann und wird nach Auffassung der SED-Opferbeauftragten hier eine zentrale Rolle spielen. 

Die SED-Opferbeauftragte freut sich sehr darüber, dass Kulturstaatsministerin Claudia Roth auf Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages den Betrieb der Gedenkstätte Frauenhaftanstalt Hoheneck seit diesem Jahr mit Bundesmitteln fördert. Für die Bundesbeauftragte ist dies ein Signal an all die Frauen, die in der DDR Widerstand übten und zu Opfern eines menschenverachtenden Systems wurden.

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