11.06.2024 Verkehr — Antwort — hib 402/2024

Vegetationspflege durch die Deutsche Bahn AG

Berlin: (hib/HAU) Die Deutsche Bahn AG (DB AG) beschäftigt bundesweit mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Vegetationspflege. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (20/11612) auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (20/11222) hervor. Die Gesamtkosten für die Vegetationspflege am Gleis beliefen sich laut DB AG im Jahr 2023 auf rund 150 Millionen Euro, heißt es in der Antwort. Darin seien die Kosten für Vegetationspflege und Durcharbeitung am Gleis, Inspektionen und Baumentnahmen enthalten. Dies umfasse auch den Einsatz von externen Dienstleistern. Nicht enthalten seien die Kosten für chemische Vegetationsmaßnahmen und mechanische Ersatzmaßnahmen im Gleis.

Wie die Regierung schreibt, wird entlang aller Strecken jährlich eine Inspektion durchgeführt, „um mögliche Gefahren erkennen und beseitigen zu können“. Im Rahmen dieser Inspektionen würden die als nicht stand- und bruchsicher identifizierten Bäume gefällt. Zudem finde jährlich an allen Strecken ein präventiver Pflegeschnitt in der Rückschnittzone statt. Hierbei werde ein profilfreier sechs Meter breiter Streifen vollständig und bodennah freigehalten.

Die Inspektionsergebnisse würden digital vor Ort dokumentiert und ihre Abarbeitung über eine zentrale Datenbank nachgehalten, heißt es in der Antwort. Mittels Satellitentechnologie würden Baumbestände an Bahnstrecken flächendeckend identifiziert und in ihrer Höhe vermessen. „Die Entscheidung, ob ein Baum gefällt werden muss, wird auf Grundlage von geometrischen, betrieblichen und forstlichen Parametern getroffen“, schreibt die Bundesregierung. Hierdurch könne sichergestellt werden, „dass eine objektive und risikobasierte Priorisierung der festgestellten Maßnahmen erfolgt“.

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