17.07.2025 Verkehr — Antwort — hib 307/2025

Eisenbahnbrücken in Meckenbeuren und Friedrichshafen

Berlin: (hib/HAU) Die Eisenbahnbrücken in Meckenbeuren und Friedrichshafen (Baden-Württemberg) müssen laut Bundesregierung ausgetauscht werden, weil sich die Bauwerke gemäß statischen Berechnungen im Jahr 2026 dem Ende ihrer technischen Restnutzungsdauer nähern. Das geht aus der Antwort der Regierung (21/821) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (21/527) hervor.

Dass die beiden Brücken nicht zeitgleich mit der Elektrifizierung der Strecke zwischen Ulm und Lindau ausgetauscht wurden, wird in der Antwort damit begründet, dass nach Auskunft der Deutschen Bahn AG (DB AG) in der Planungs- und Realisierungsphase zur Elektrifizierung Südbahn die Notwendigkeit zur Erneuerung der Bauwerke noch nicht gegeben gewesen sei. „Die Realisierung der beiden Brückenbaumaßnahmen parallel zu den Bauarbeiten zur Elektrifizierung der Südbahn wäre baubetrieblich zudem nicht möglich gewesen“, teilt die Regierung mit.

Wie es in der Antwort weiter heißt, hätte eine eingleisige Betriebsführung - als Alternative zum nun geplanten Schienenersatzverkehr während der Streckensperrung vom 6. März bis zum 8. Juni 2026 zwischen Friedrichshafen und Ravensburg - zu erheblichem Mehraufwand geführt. „Hierfür wären zusätzliche Streckensperrungen und umfangreiche Bauarbeiten zur technischen Anpassung notwendig gewesen.“ Zudem hätte diese Variante laut Bundesregierung erhebliche Eingriffe in Bezug auf umweltrechtliche Themen mit intensiven Abstimmungen und gegebenenfalls weiteren Kosten zur Folge gehabt. Mit der Bündelung der Maßnahmen seien die geringstmögliche Streckensperrung und die geringstmöglichen Auswirkung auf die Fahrgäste erreicht worden.