Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg - Berlin
Berlin: (hib/HAU) Die aktuellen Projektkosten für die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg - Berlin belaufen sich nach Auskunft der DB InfraGO AG auf 2,2 Milliarden Euro. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/896) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/539) mit. Aus der Antwort geht weiterhin hervor, dass es keine Reduktion bei den Fahrpreisen gibt, obgleich die Fahrt auf der Ersatzverkehrsstrecke deutlich länger dauert.
Angepasst werden laut Bundesregierung die Planungen für die Ausrüstung der Strecke Hamburg-Berlin mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS (European Train Control System). „Es entfällt unter anderem die kostenintensive Doppelausrüstung der Strecke mit dem European Train Control System (ETCS) Level 2 mit Signalen“, heißt es in der Antwort. Die DB InfraGO AG werde die Stellwerke sowie die Achszähltechnik auf den Einsatz von ETCS vorbereiten (ETCS-ready). Die konventionellen Zugsicherungssysteme PZB (punktförmige Zugbeeinflussung) und LZB (linienförmige Zugbeeinflussung) sollen den Angaben zufolge in Betrieb bleiben.
Änderungen gibt es auch bei den Überleitstellen (Weichen). Von den ursprünglich geplanten zwölf Überleitstellen sollen sechs umgesetzt werden, schreibt die Regierung.
Der Schienenersatzverkehr soll barrierefrei sein. Die DB InfraGO AG gehe davon aus, dass die Unternehmensgruppe ecoVista den Schienenersatzverkehr „wie vertraglich vereinbart“ umsetzt, heißt es. Das schließe auch die Barrierefreiheit ein.