02.09.2025 Finanzen — Unterrichtung — hib 375/2025

Deutschland überschreitet ESR-Zuweisungen

Berlin: (hib/BAL) Deutschland hat im vergangenen Jahr 4,4 Millionen Tonnen mehr CO2 ausgestoßen als es nach der Europäischen Klimaschutzverordnung (ESR) an Emissionszuweisungen erhalten hatte. In den Vorjahren hatte Deutschland die jährlichen Emissionszuweisungen noch unterschritten, mit 21,8 Millionen Tonnen im Jahr 2021, 19,6 Millionen Tonnen im Jahr 2022 und 10,5 Millionen Tonnen im Jahr 2023. Diese Daten gehen aus der Übersicht nach dem Bundesklimaschutzgesetz zu den ESR-Durchführungsvorschriften hervor, die die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag als Unterrichtung zugeleitet hat (21/1345).

Die Übersicht führt auch auf, dass die Emissionzuweisungen an Deutschland seit 2021 von 427,3 Millionen Tonnen im Jahr 2021 auf 370,5 Millionen Tonnen 2024 gesunken sind. Die ESR regelt die Verpflichtungen der EU-Mitgliedsstaaten zur Reduktion des Ausstoßes ihrer Treibhausgase in den Jahren 2021 bis 2030, damit die EU insgesamt ihr Ziel erreicht, bis 2030 ihre Treibhausgasemissionen um 40 Prozent im Vergleich zu Jahr 2005 zu senken. Ziel ist die Klimaneutralität bis 2050. Die ESR erfasst Bereiche, die noch nicht Teil des Europäischen Handels mit Emissionszertifikaten sind.