02.09.2025 Wirtschaft und Energie — Antwort — hib 376/2025

Sicherheit der Versorgung mit Gas in Deutschland

Berlin: (hib/MIS) Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Gasspeicherziele in Deutschland bis zum Winter erreicht werden. Das geht aus der Antwort (21/1320) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/1137) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Sicherheit der Versorgung mit Gas hervor. Demnach sind die Gaseinspeicherungen zum Stichtag 11. August 2025 niedriger als in den Vorjahren, da nach Beendigung des Ukraine-Gastransits zum 31. Dezember 2024 bedeutende Ausspeicherungen insbesondere nach Tschechien und Österreich zu beobachten waren, der letzte Winter kälter als die Vorwinter war und daher die Wiederauffüllung der Speicher von einem niedrigeren Niveau ausging. Im Weiteren teilt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit, dass die Bundesregierung davon ausgehe, dass die von der geltenden Gasspeicherfüllstandsverordnung (GasSpFüllstV) vom 5. Mai 2025 für die einzelnen deutschen Speicher grundsätzlich vorgegebenen Füllstandsziele von 80 Prozent und für die meisten Porenspeicher von 45 Prozent in der Gesamtbetrachtung aller Speicher erreicht werden, so dass das in der GasSpFüllstV festgelegte Gesamtfüllstandsziel von rund 70 Prozent erreicht oder übertroffen wird.

Gefragt, welche konkreten Gesetzesvorhaben die Bundesregierung einzubringen plant, um den Gasverbrauch in Deutschland zu reduzieren, und ob Gesetzesinitiativen geplant seien, die die zukünftige Abhängigkeit Deutschlands von fossilem Gas erhöhen könnten, heißt es in dem Antwortschreiben der Regierung, es seien keine derartigen Gesetzesvorhaben oder -initiativen geplant. Die Bundesregierung gehe davon aus, dass im weiteren Transformationsprozess der Energieversorgung Deutschlands Erdgas zunächst weiterhin eine wichtige Rolle einnehmen werde.