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Saskia Jakobs ist Referentin im Bereich Parlamentsrecht

Eine Frau arbeitet an einem Schreibtisch im Plenarsaal.

In Sitzungswochen dreht sich für Saskia Jakobs alles um die Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung der Plenarsitzungen. (Deutscher Bundestag/Xander Heinl/photothek)

Wie sind Sie zur Bundestagsverwaltung gekommen?

Im Anschluss an mein Jurastudium hatte ich erstmals die Gelegenheit, als geprüfte Rechtskandidatin für die Verwaltung des Deutschen Bundestages zu arbeiten. Aufgrund meines europa- und völkerrechtlichen Schwerpunktes im Studium und meines Interesses für andere Sprachen und Kulturen wurde ich im für Internationale Austauschprogramme zuständigen Referat eingesetzt. Für Juristinnen und Juristen ist die Tätigkeit als geprüfte Rechtskandidatinnen und Rechtskandidaten eine von vielen tollen Möglichkeiten, schon frühzeitig Einblicke in die Arbeit der Bundestagsverwaltung zu erhalten. Nach meinem zweiten Staatsexamen sammelte ich zunächst weitere Berufserfahrungen im Brandenburger Innenministerium, bis ich schließlich im Sommer 2018 dauerhaft zur Bundestagsverwaltung wechselte. Die ersten drei Jahre war ich als Personalreferentin tätig, seit dem Sommer 2021 arbeite ich als Referentin im Referat für Parlamentsrecht.

Warum haben Sie sich für die Bundestagsverwaltung entschieden?

Neben der Aufgabenvielfalt einer Parlamentsverwaltung hat mich vor allem die Nähe zum politischen Geschehen und den relevanten Themen unserer Zeit gereizt. Nach wie vor empfinde ich es als etwas Besonderes, das Parlament bei seiner Arbeit unterstützen zu dürfen und einen kleinen Teil zum Funktionieren der Demokratie beitragen zu können. Zudem wollte ich einen Beruf ausüben, der über eine rein juristische Tätigkeit hinausgeht und mir auch die kommenden Berufsjahre viel Abwechslung und Herausforderungen verspricht. 

Wie sieht eine typische Arbeitswoche aus?

Insgesamt sind meine Arbeitstage sehr unterschiedlich. Während ich in Nichtsitzungswochen unter anderem Anfragen von Fraktionen, einzelnen Abgeordneten, Ausschusssekretariaten oder Bürgerinnen und Bürgern zum Parlamentsrecht beantworte, dreht sich in Sitzungswochen alles um die Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung der Plenarsitzungen. Hierzu gehört auch die parlamentsrechtliche Beratung der Bundestagspräsidentin und ihrer Stellvertreterinnen und Stellvertreter vor Ort im Plenarsaal. 

An welches Projekt denken Sie gerne zurück?

Besonders in Erinnerung bleibt mir die 17. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten im Jahr 2022, die ich gemeinsam mit vielen anderen Kolleginnen und Kollegen organisieren und begleiten durfte. Aufgrund der epidemischen Lage konnte diese nicht wie üblich im Plenarsaal stattfinden. Stattdessen musste die Halle des Paul-Löbe-Hauses für die 1472 Delegierten (736 Mitglieder des Deutschen Bundestages und 736 Delegierte der Bundesländer) unter Einhaltung eines Abstandsgebotes über mehrere Etagen hergerichtet werden. Die Organisation und das Gelingen der Bundesversammlung waren eine große Herausforderung und ein unvergessliches Erlebnis.

Wie schätzen Sie Ihre persönliche Work-Life-Balance ein?

Meine persönliche Work-Life-Balance empfinde ich als gut. Auch wenn mir in Sitzungswochen aufgrund der Nähe zum Plenarbetrieb natürlich weniger Freizeit zur Verfügung steht und meine Arbeitszeiten sehr unterschiedlich sein können, gelingt es mir in der sitzungsfreien Zeit wiederum sehr gut, entsprechende Mehrarbeitsstunden abzubauen. Als Ausgleich zum Berufsalltag treibe ich sehr gern Sport. Insbesondere gehe ich Laufen und mache Yoga. Zusätzlich unternehme ich viel mit Freunden und der Familie. Auch Kulturveranstaltungen, wie Konzerte und Theater, stellen für mich einen guten und wichtigen Ausgleich dar.

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