Reden von Eva Szepesi und Marcel Reif bei Gedenkstunde des Deutschen Bundestages

Holocaust-Überlebende Eva Szepesi während während ihrer Gedenkrede in der Gedenkstunde des Bundestages an die Opfer des Nationalsozialismus. (© DBT/Janine Schmitz/photothek.de)
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas schreibt auf ihrem offiziellen Instagram-Account @bundestagspraesidentin Folgendes:
Die Reden von Eva Szepesi und Marcel Reif bei der heutigen Gedenkstunde des @bundestag für die Opfer des Nationalsozialismus haben mich sehr berührt.
Die Holocaust-Überlebende Eva Szepesi hielt ein eindringliches Plädoyer für mehr Menschlichkeit und gegen das Vergessen. „Die Shoah begann nicht mit Auschwitz. Sie begann mit Worten. Sie begann mit dem Schweigen und dem Wegschauen der Gesellschaft.“
Marcel Reif dankte seinem Vater Leon, der den Holocaust überlebte, für den „warmen Mantel des Schweigens“: „Wir sollten, wir durften nicht in jedem Postboten, Bäcker, Straßenbahnfahrer einen möglichen Mörder unserer Großeltern vermuten.“
Und er teilte ein Vermächtnis seines Vaters mit uns, das er immer als Warnung, Ratschlag oder auch als Tadel erachtete: „Drei Worte nur in dem warmen Jiddisch, das ich so vermisse: ‚Sej a Mensch, sei ein Mensch!‘“
Liebe Eva Szepesi, lieber Marcel Reif, ich danke Ihnen sehr herzlich, dass Sie heute mit Ihren Erinnerungen und Eindrücken als Repräsentantin der ersten und als Repräsentant der zweiten Generation diese Gedenkstunde bereichert haben!
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